Fedcup Dauerrivalinnen im Finale
Las Vegas - Nicht einmal eine Magenverstimmung und eine Wadenverletzung konnten Monica Seles und Lindsay Davenport im Halbfinale daran hindern, das Teenager-Team Belgiens mit Kim Clijsters und Justine Henin mit 2:0 aus dem Rennen zu werfen. Das bedeutungslose Doppel gewannen die Belgierinnen.
Im Finale am Freitag und Samstag trifft der 16-malige Fedcup-Gewinner zum sechsten Mal auf Spanien. Mit den Spielerinnen von der iberischen Halbinsel haben die Amerikanerinnen noch eine Rechnung offen. Denn die USA konnten in den bislang fünf Begegnungen nur 1989 und 1996 als Sieger vom Platz gehen, die Spanierinnen triumphierten 1991, 1994 und 1995.
Seles, die von schweren Magenkrämpfen geplagt war, und Davenport, die an einer Wadenverletzung leidet, brachten die USA in der Vorschlussrunde uneinholbar mit 2:0 in Führung. Seles besiegte Henin mit 7:6 (7:1), 6:2 und Davenport setzte sich gegen Clijsters mit 7:6 (7:4), 4:6, 6:3 durch. Nach der verletzungsbedingten Absage des besten US-Doppels, den Olympiasiegerinnen Venus und Serena Williams, unterlagen im abschließenden bedeutungslosen Doppel Jennifer Capriati und Lisa Raymond gegen Dominique van Roost und Els Callens 3:6, 5:7.
Doch da waren schon alle mit den Gedanken im Finale, in dem die Amerikanerinnen den 17. Titel im Visier haben. Den amerikanischen Thanksgivingday am Donnerstag nutzten die beiden angeschlagenen Spielerinnen Monica Seles und Lindsay Davenport, um sich für das schwere Finale gegen die Spanierinnen physisch und psychisch zu stärken. "Wir sind die Favoriten, aber gegen Arantxa und Conchita darf man sich nie zu sicher sein. Sie sind beide Kämpfer, und wir wissen, was uns erwartet", meinte Davenport, die wie ihre Kolleginnen die Spekulationen über die Williams-Schwestern satt hat: "Es gab und gibt auch ein Tennis ohne sie."
Unterdessen bekundete Todd Martin Interesse am vakanten Job als Daviscup-Kapitäns der USA: Nach nur einjähriger Dienstzeit war John McEnroe am Montag zurückgetreten.