Fehlschuss "Holz statt Gold"
Sydney - Weltmeisterin Sonja Pfeilschifter hatte am Mittwoch die erste Medaille für die deutschen Sportschützen greifbar nahe. Doch mit dem schwächsten Finale ihrer Karriere verschenkte die 29-Jährige aus Eching ihre im Vorkampf herausgeschossene Führung. Mit 678,5 Ringen belegte die Deutsche letztlich den undankbaren vierten Platz. Gold ging an die Polin Renata Mauer-Rozanska mit 684,6 Ringen, Silber und Bronze an die Russinnen Tatjana Goldobina (680,9 Ringe) und Maria Feklistova (679,9). Alexandra Schneider aus Waldsee (578 Ringe) und Petra Horneber aus Kranzberg (575) belegten die Plätze elf und siebzehn.
"Holz statt Gold, das ist bitter", sagte Pfeilschifter nach dem verpatzten Finalschießen und befand frustriert: "Olympia mag mich nicht." Schon als Favoritin am Luftgewehr war die Deutsche medaillenlos geblieben.
Auch in der zweiten Schießentscheidung des Tages gab es am Mittwoch kein Edelmetall für Deutschland. Im Doppeltrap verpasste Waldemar Schanz aus Mörfelden im Stechen das Finale der besten Sechs und wurde mit 136 Scheiben Siebter. Die Goldmedaille holte sich der Brite Richard Frauds mit 187 Scheiben. Noch größere Freude als der Sieger dürfte aber Fehaid Al Deehani aus Kuwait empfinden: Er wurde mit 186 Scheiben Dritter und holte damit die erste olympische Medaille in der Geschichte seines Landes.