Final Four Kiel gewinnt den DHB-Pokal
Hamburg - Der THW Kiel hat das Double perfekt gemacht und ist mit dem sechsten Gewinn des DHB-Pokals alleiniger Rekordsieger. Der designierte Deutsche Meister konnte am Sonntag im Cup-Endspiel gegen den VfL Gummersbach einen deutlichen 30:24 (15:12)-Erfolg bejubeln. Kiel gelang mit dem dritten Cup-Gewinn in Serie als zweiter Mannschaft nach der SG Flensburg-Handewitt (2003 bis 2005) der Pokal-Hattrick.
Feiernde Kieler Spieler: Pokalsieg im Finale gegen Gummersbach
Foto: DPAVor 13.000 Zuschauern in der ausverkauften Arena in Hamburg warfen Vid Kavticnik (6/4) und Filip Jicha (5) die meisten Tore für Kiel. Für den EHF-Pokalfinalisten Gummersbach, der am Vortag im Halbfinale überraschend den HSV Hamburg 35:27 besiegt hatte, traf Momir Ilic (6/2) am häufigsten. "Das ist ein unglaubliches Gefühl, einfach nur geil", sagte Jicha im Anschluss.
Das Halbfinale hatte der THW 36:35 gegen die Rhein-Neckar Löwen gewonnen. Mit einem Sieg in den Champions-League-Endspielen am 24. und 31. Mai gegen Ciudad Real könnte der mit Betrugsvorwürfen konfrontierte Verein sogar wie 2007 das Triple schaffen.
Im Mittelpunkt des Spiels standen die Deckungsreihen, die bis zur 19. Minute jeweils nur sieben Treffer zuließen. Dann kamen Emotionen auf: Der starke THW-Torhüter Thierry Omeyer bekam eine Zweiminuten-Strafe, weil er Gummersbachs Robert Gunnarsson umgeschubst hatte. Nur sechs Sekunden später musste Dominik Klein wegen eines Wechselfehlers für zwei Minuten auf die Bank. Die Überzahl nutzte Gummersbach, um sich auf 10:7 (22.) abzusetzen.
Dies schien die Kieler anzustacheln: Mit sieben Toren in Folge zum 14:10 (28.) drehte das Team die Partie. Nach der Pause baute der THW seinen Vorsprung auf 27:17 (53.) aus und ließ sich den Sieg nicht mehr nehmen. "Es ist sehr schön und wichtig für uns, dass wir den Pokal geholt haben. Ich bin sehr stolz, dabei zu sein", sagte Kiels Trainer Alfred Gislason.