Finale der Tischtennis-WM - DER SPIEGEL
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Liveticker Tischtennis-WM-Finale Deutschland gegen China chancenlos

Der Gegner China schien übermächtig, doch Deutschland glaubte an seine Chance: Im Finale der Tischtennis-WM in Dortmund bauten Timo Boll und Co. auf die Zuschauer, kämpften stark, blieben aber letztlich chancenlos. Lesen Sie die Höhepunkte der Partie im Liveticker nach.
Von Tobias Jochheim
Bundestrainer Roßkopf: Ernüchtert vom Spielverlauf
Bundestrainer Roßkopf: Ernüchtert vom Spielverlauf

Bundestrainer Roßkopf: Ernüchtert vom Spielverlauf

Foto: Friso Gentsch/ dpa
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

+++ 15:58 Uhr +++
Timo Boll kann schon wieder lächeln, und auch wir nehmen das Positive mit: Finaleinzug bei der Heim-WM, Silbermedaillen für die deutschen Jungs, zwei Satzgewinne für Boll, einen für Patrick Baum - und den einen oder anderen Leser bei unserem Liveticker. Sorry nochmal für die zwischenzeitliche Verwechslung der chinesischen Spieler. Zu unserer Verteidigung: Selbst den Profis geht es nicht anders. In der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" war zu lesen, wie die versammelte kenianische Nationalmannschaft den Chinesen Ma Lin abpasste, Erinnerungsfotos erbat, bekam... - und sich im Chor verabschiedete mit den Worten: "Thank you, Mister Wang Hao!" In diesem Sinne: Danke fürs Lesen - und Tschüss.

+++ 15:49 Uhr +++
10:10, Aufschlag Baum. Den Satz hätte er verdient ... doch stattdessen kassiert der Deutsche das 10:11. "Wang Hao serviert zur Weltmeisterschaft", erklärt ARD-Tischtennisexperte Roman Bonnaire - und behält Recht. Wang Hao gewinnt 3:1, China holt sich glatt mit 3:0 die Goldmedaille der Team-WM.

+++ 15:45 Uhr +++
Mit Wut im Bauch holt Baum die Punkte zum 5:7 und 6:7. Und da ist auch der Ausgleich. 7:7 - Jawoll!

+++ 15:42 Uhr +++
5:2 führt Wang Hao nun gegen Patrick Baum. Roßkopf nimmt noch einmal die Auszeit, doch dieses Ding ist wohl gelaufen. Leider.

+++ 15:38 Uhr +++
Auch den dritten Satz krallt sich Wang Hao (schöner Name eigentlich). Nach dem überraschenden 11:8 für Patrick Baum im ersten Satz hat er nun zwei Mal mit 11:5 geantwortet. Das wird wohl der letzte Satz dieses WM-Finales.

+++ 15:35 Uhr +++
Vor lauter Mitfiebern haben wir statt Baums Gegner Wang Hao versehentlich erneut Ma Long an die Platte geschickt. Sorry! Wang Hao führt 8:4 gegen Baum, die letzten Einträge sind berichtigt.

+++ 15:32 Uhr +++
Wang Hao macht kurzen Prozess: Mit einem standesgemäßen 11:5 bringt er den zweiten Satz überlegen nach Hause. Wir hätten nichts gegen ein bisschen Konterrevolution - und einen erneuten Sieg von Patrick Baum im dritten Satz!

+++ 15:31 Uhr +++
Stattdessen spielt Wang Hao seine ganze Erfahrung aus und dreht den zweiten Satz: 8:4 steht es nun für den Chinesen, doch der Deutsche hat ja den Satzgewinn im Rücken.

+++ 15:29 Uhr +++
Baum tritt couragiert und frech auf, doch gegen Wang Haos blitzschnelle Rückhand ist er machtlos. 2:3 - und umgehend danach Ausgleich und Führung! 4:3 Baum, so kann es weitergehen!

+++ 15:25 Uhr +++
Und wieder das Netz! Sonst hätte der erste Satz von Spiel drei mit 11:7 Deutschland gehört... aber so heißt es eben 11:8. Sieg ist Sieg! Der erste Satz ist im Sack, noch zwei weitere müssen folgen, sonst ist das Final-Duell verloren.

+++ 15:22 Uhr +++
Zwei Mal hintereinander entscheidet Baum einen offensiven Schlagabtausch für sich, beim dritten Mal stoppt ihn das Netz, von dem der Ball ins Aus springt. 8:7 Baum.

+++ 15:20 Uhr +++
Nun soll es Patrick Baum richten, die deutsche Nummer drei und Vize-Europameister hinter Timo Boll. Gegen Wang Hao ist er klarer Außenseiter, hält aber zu Beginn gut mit: 5:5.

+++ 15:12 Uhr +++
Verdammte Axt, das Leben ist grausam! Hätte Ovtcharov doch nur den zweiten Satz nach Hause gebracht, dann... - aber hat er eben nicht, leider. Deshalb heißt es nun: 13:11 Ma Long, 3:0 Ma Long, 2:0 China.

+++ 15:10 Uhr +++
Es steht nur noch 9:10 - Ovtcharov hat zwei Matchbälle abgewehrt. Und jetzt steht es 10:10, weil Ma Long auch mal ein Luftloch schlägt. Aufschlag Ovtcharov - und 11:10 für den Deutschen!

+++ 15:09 Uhr +++
9:6 Ma Long. Der Mann ist ein Tischtennis-Roboter - im besten Sinne ... für China.

+++ 15:06 Uhr +++
Ovtcharov lässt sich nicht hängen, gerät gegen Long aber immer wieder in die Defensive. Nach dem Ausgleich zum 4:4 muss er mehrere Meter hinter die Platte zurückweichen, wird mit Schmetterbällen eingedeckt und muss den Punkt abgeben. Doch umgehend erzielt er das 5:5, und dann das 6:5. Go, Dima, go!

+++ 15:04 Uhr +++
1:4 - Ovtcharov verliert einen Topspin-Showdown gegen Ma Long.

+++ 14:58 Uhr +++
9:11... das ist ganz, ganz bitter. Der Junge Wilde Ovtcharov gibt den zweiten Satz nach riesigem Vorsprung noch ab. Nun heißt es 0:2 nach Sätzen - und schon in wenigen Minuten könnte es auch 0:2 nach Spielen stehen.

+++ 14:55 Uhr +++
Der 9:3-Vorsprung ist zu einem 9:7 geschmolzen. Der Chinese an sich ist eben kein schlechter Tischtennisspieler, und für Ma Long gilt das ganz besonders.

+++ 14:53 Uhr +++
Ovtcharov ist nicht wiederzuerkennen! Wobei man fairerweise sagen muss, dass es im ersten Satz so wirkte, als hätte ein schlechtes Dimitrij-Double an der Platte gestanden... 8:3 Ovtcharov, der 1:1-Satz-Ausgleich scheint nahe!

+++ 14:51 Uhr +++
Die ersten beiden Punkte des zweiten Satzes allerdings gehören Dimitrij Ovtcharov - und das bei Aufschlag des Chinesen.

+++ 14:48 Uhr +++
Das war gar nichts: Long überrollt Ovtcharov, der die Platte verlassen musste, kaum dass er angetreten war. Sieben Satzbälle für die Nummer Eins der Weltrangliste reichten locker: 11:3 für China im ersten Satz des zweiten Spiels.

+++ 14:44 Uhr +++
Spiel zwei bestreiten Ma Long und Dimitrij Ovtcharov. 6:0 Spiele lautet die Bilanz des Chinesen in diesem Turnier - und schon 6:2 nach Punkten im ersten Satz.

+++ 14:37 Uhr +++
Da ist das Ding - leider... 0:2 hinten gelegen, stark auf 2:2 herangekommen - und dann doch noch verloren. Mit 11:6 entscheidet Zhang Jike den fünften Satz des ersten Spiels für sich. 1:0 China, doch Bolls Auftritt macht Mut.

+++ 14:35 Uhr +++
4:8 - Boll schüttelt frustriert den Kopf. Zu viele Bälle setzte er nur knapp hinter die Platte, weil der Spin des Chinesen zu stark war. Jetzt 4:9. "Das war's", wird in der Redaktion geunkt.

+++ 14:32 Uhr +++
Timeout China. Zhang Jike will verhindern, dass Boll näher herankommt als 2:6.

+++ 14:30 Uhr +++
0:6 - Nun guckt selbst Roßkopf wie ein begossener Pudel.

+++ 14:28 Uhr +++
Das ging flott - schon liegt Timo Boll im entscheidenden fünften Satz mit 0:3 hinten.

+++ 14:26 Uhr +++
Jetzt aber! 12:10 Boll, 2:2-Ausgleich nach Sätzen. Wie würde Olli Kahn sagen? "Und weiter jetzt, weiter, immer weiter..."

+++ 14:24 Uhr +++
Argh! Zwei Mal hintereinander verzieht Boll den Vorhand-Topspin. Schon steht es nur noch 10:10.

+++ 14:22 Uhr +++
10:6 Boll - vier Satzbälle! Das sollte doch reichen zum 2:2-Ausgleich...

+++ 14:20 Uhr +++
Na also! 7:5 steht es für Timo Boll. Offenbar hat er unseren Tipp beherzigt.

+++ 14:16 Uhr +++
Boll kann auf Chinesisch nach der Richtung fragen, erfahren die TV-Zuschauer. Schön für ihn, aber in diesem Spiel bräuchte er es nicht. "Kontrollierte Offensive" muss sein Motto lauten - nicht überdrehen, aber auch nicht nur gegenhalten.

+++ 14:13 Uhr +++
Den zweiten Satzball verwandelt Boll! 11:9 heißt es nun - und nur noch 1:2 nach Sätzen gegen Deutschland. Geht da noch was? Da geht noch was!

+++ 14:12 Uhr +++
Klasse Geste von Zhang Jike! Der Chinese protestiert wegen eines regelwidrigen Balls, der für ihn gezählt worden war, wiederholt beim Schiedsrichter. Statt 7:9 steht es nur noch 7:8 gegen Boll... und plötzlich liegt der Deutsche mit 10:8 vorne!

+++ 14:09 Uhr +++
Bolls Körpersprache spricht Bände: Sein Rückschlag landet im Netz, es steht 7:7 statt 8:6 für ihn. Und nur wenige Sekunden später 7:9. Bundestrainer Jörg Roßkopf nimmt die eine erlaubte Auszeit pro Spiel. "Rossi" war bekannt für seine Nervenstärke. Kann er Boll die nötige Ruhe und Kraft vermitteln, um noch einmal ins Spiel zurückzukommen?

+++ 14:07 Uhr +++
"Netzroller" gibt es im Profisport genauso wie in der Schulturnhalle. Streift ein Aufschlag das Netz, muss er wiederholt werden. Boll wiederholt - und punktet: 7:4 steht es inzwischen für den Deutschen.

+++ 14:05 Uhr +++
Boll wirkt nicht nervös, sondern geradezu beflügelt: 3:1 heißt es für den Deutschen im dritten Satz, der schon der letzte sein könnte.

+++ 14:00 Uhr +++
Sieben Satzbälle hatte Zhang Jike. 11:6 heißt es schließlich - und damit 2:0 nach Sätzen für China im ersten Spiel dieses WM-Finales. Drei Gewinnsätze werden gespielt.

+++ 13:59 Uhr +++
Bolls Aufschläge sind hingegen gut - aber nicht gut genug. Immer wieder kann der Chinese direkt kontern. Mit Bolls eigenem Konterspiel hapert es derweil noch, vor allem in der Rückhand. 3:9 liegt er nun im zweiten Satz hinten.

+++ 13:55 Uhr +++
Etwas bedröppelt schauen die deutschen Damen zu. Per 3:2 gegen Polen hatten sie die WM auf Platz sieben beendet. Boll liegt im zweiten Satz 2:5 hinten und muss langsam seine Passivität ablegen.

+++ 13:52 Uhr +++
Ein zweites Mal lässt sich Zhang Jike die Chance nicht nehmen - mit einem scharfen Topspin erzielt der Chinese das 12:10 und sichert sich so den ersten Satz.

+++ 13:49 Uhr +++
Stark! Bei gegnerischem Aufschlag kämpft sich Boll von 7:9 auf 9:9 heran und ist nun im Vorteil.

+++ 13:45 Uhr +++
Boll und Zhang Jike tasten sich ab. Noch ist das Spiel ausgeglichen - 7:7. Es ist eine Phrase, aber der Sieg im ersten Satz IST psychologisch wichtig. Insbesondere, weil die Chinesen keine Rückstände gewöhnt sind.

+++ 13:40 Uhr +++
Als Erstes tritt Deutschlands Topspieler Timo Boll gegen Zhang Jike an, die Nummer zwei der Chinesen. Der amtierende Einzelweltmeister hält den Schläger wie die Europäer am Griff ("Shakehand") - und holt zwei leichte Punkte bei eigenem Aufschlag.

+++ 13.33 Uhr +++
"300 Millionen Chinesen sitzen vor dem Fernseher", erklären sie beim WDR. So viele wären es in Deutschland logischerweise nie geworden... aber es hätte schon geholfen, wenn die Spiele vor diesem Finale nicht nur beim ARD-Spartensender "EinsFestival" in voller Länge übertragen worden wären.

+++ 13.30 Uhr +++
Wir begrüßen Sie herzlich zum SPIEGEL ONLINE-Liveticker zum Finale der Team-WM im Tischtennis. In der Dortmunder Westfalenhalle will Timo Boll heute Gold mit der Mannschaft holen. Bundestrainer Jörg Roßkopf hatte 1989 am selben Ort WM-Gold im Doppel mit Steffen Fetzner geholt... Das ist ein gutes Omen, doch die Fakten sprechen gegen die Deutschen. Seit Jahren machen die Chinesen die Finalspiele von Weltmeisterschaften und Olympischen Spielen unter sich aus.

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