Finnland Weitere Spitzenlangläufer gedopt
Lahti - Nach den Dopingfällen der Läufer Jari Isometsä und Janne Immonen sowie den Enthüllungen um die illegalen Praktiken von Mannschaftsarzt Pekka Turpeinen wollen die Skandalnachrichten aus dem Lager der finnischen Langläufer nicht abreißen. Am Mittwoch wurden vier neue Dopingfälle enthüllt, der zurückgetrene Cheftrainer Kari-Pekka Kyrö legte in Lahti ein umfassendes Geständnis ab. "Diese Ereignisse sind eine Katastrophe für den finnischen Sport und den Skisport. Sie sind beschämend für uns", erklärte Verbandschef Paavo Petäjä auf einer eigens einberufenen Pressekonferenz sichtlich erschüttert.
Zwei der vier Langläufer mit positiver A-Probe hatten sich bereit erklärt, dass ihre Namen öffentlich gemacht werden. In den beiden anderen Fällen wollten die Athleten zumindest noch die B-Probe abwarten. Der Schock saß tief, als Petäjää am Mittwoch sagte, dass die finnische Langlauflegende Harri Kirvesniemi und Staffel-Vizeweltmeisterin Milla Jauho positiv getestet worden seien. Bei den beiden anderen soll es sich um Verfolgungsweltmeisterin Virpi Kuitunen und Staffelweltmeister Mika Myllylä handeln.
Wie die größte finnische Tageszeitung "Helsingin Sanomat" meldete, seien in der Nähe des Skistadions von Lahti, in dem am letzten Wochenende die nordische Ski-WM zu Ende ging, Reste medizinischen Materials gefunden worden. Die Polizei habe diese beschlagnahmt und ließe sie nun wissenschaftlich analysieren.