Flandern-Rundfahrt: Wesemann knackt die Mauer - DER SPIEGEL
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Flandern-Rundfahrt Wesemann knackt die Mauer

T-Mobile-Radprofi Steffen Wesemann feiert mit seinem Sieg bei der Flandern-Rundfahrt den größten Erfolg seiner Karriere. Der Teamkollege von Jan Ullrich setzte sich an der berühmt-berüchtigten Mauer von Geraardsbergen erfolgreich vom Feld ab und sprintete zum Sieg.
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Meerbeke - 40 Jahre nach Rudi Altig gewann mit Wesemann, 33, wieder ein deutscher Radprofi bei der Flandern-Rundfahrt. Der fünffache Gewinner der Friedensfahrt war beim zweiten Weltcup-Rennen der Saison über 257 Kilometer nicht zu schlagen.

Im Schlussspurt einer dreiköpfigen Spitzengruppe verwies der T-Mobile-Fahrer Leif Hoste und Dave Bruylandts (beide Belgien) auf die Plätze. Das Trio hatte sich auf der vorletzten Steigung, an der Mauer von Geraardsbergen, gebildet. Im Finale machte Wesemann alles richtig, wartete erst den Angriff Bruylandts ab und spurtete im entscheidenden Moment an Hoste vorbei.

"Ich habe auf der Mauer und auf der Zielgeraden im Finale zwei Mal gepokert. Endlich hat es mal geklappt, nachdem ich in den letzten Jahren bei den Frühjahrs-Klassikern schon öfter vorne dabei war", sagte der überglückliche Wahl-Schweizer, der diesmal im Winter so hart wie selten trainiert hatte.

Wesemann ist Topfavorit

In dieser Form ist Wesemann auch am nächsten Sonntag in Roubaix der Topfavorit. "Wir waren heute mit Abstand das beste Team im Peloton und deshalb haben wir zu Recht gewonnen. Ich bin sehr glücklich, auch wenn dieser Sieg natürlich nicht mit einem Tour-Erfolg gleichzusetzen wäre", sagte T-Mobile-Manager Walter Godefroot. Das starke Mannschaftsergebnis rundete der in Belgien lebende Andreas Klier auf Rang sechs ab.

Früh hatte sich eine Ausreißergruppe gebildet, in der der ehemalige deutsche Meister Danilo Hondo vom Team Gerolsteiner, der in Italien beschäftige Jörg Ludewig (Steinhagen) und Jan Schaffrath (Berlin) von T-Mobile mit von der Partie waren. Allerdings wurden die Flüchtlinge, die sich in zwei Gruppen geteilt hatten, vor den beiden letzten, entscheidenden Steigungen des Parcours gestellt. Die zuletzt auf acht Fahrer geschrumpfte erste Gruppe lag rund 200 Kilometer in Front.

Auf der vorletzten Steigung waren die schnellsten Verfolger herangefahren, die Karten wurden 18 Kilometer vor dem Ziel neu gemischt. Und Wesemann setzte zu seinem großen Triumph an.