Fluthilfe Schumacher spendet eine Million
Hamburg - "Ich habe mich dazu entschieden, eine Spende zu leisten, und hoffe, dass sich mir einige anschließen werden. Diese Leute haben es jetzt bitter nötig, Hilfe von uns zu bekommen", sagte Schumacher am Freitag nach seiner Trainingsbestzeit beim Großen Preis von Ungarn.
Der Multimillionär hatte die "sehr extremen" Flutbilder aus Ostdeutschland im Fernsehen gesehen und wollte mit einer Spende in Höhe von einer Million Euro sofort Hilfe leisten. "Immerhin bin ich Deutscher. Ich möchte etwas an die Leute zurückgeben, die uns all die Jahre unterstützt haben und treue Fans gewesen sind. Ich denke, ich kann dem einen oder anderen unter die Arme greifen und helfen." Ausdrücklich lobte Schumacher die Finanzhilfe der Bundesregierung als "tolle Sache".
Auch einige Fußball-Bundesligisten haben Hilfsmaßnahmen angekündigt. "Zehn Prozent aller Einnahmen aus dem Spiel gegen den VfB Stuttgart wollen wir den Flutopfern spenden", so Hertha-Manager Dieter Hoeneß vor der Bundesliga-Partie der Berliner gegen die Schwaben. Hansa Rostock, Energie Cottbus, Bayer Leverkusen und der 1. FC Nürnberg planen Benefizspiele gegen Vereine aus den betroffenen Regionen.
Bayern Münchens Mediendirektor Markus Hörwick sagte: "Wir wollen uns auf jeden Fall engagieren und den Opfern der Hochwasserkatastrophe helfen." Die DFL und der DFB wollen gemeinsame Aktionen zu Gunsten der Opfer initiieren. "Am kommenden Montag wird es ein Gespräch zwischen dem DFB und der DFL geben", so DFL-Präsident Werner Hackmann.
Manager Rudi Assauer von Pokalsieger Schalke 04 schlägt ein All-Star-Game zwischen deutschen und ausländischen Bundesligaspielern zu Gunsten der Hochwasseropfer vor. Dafür würde die Gelsenkirchener die Arena "Auf Schalke" kostenlos zur Verfügung stellen, wie Aussauer in der "Westfalenpost" erklärte.
Weitere Spenden haben die Handball-Bundesligisten SG Flensburg-Handewitt und SG Willstätt-Schutterwald sowie Eishockey-Zweitligist SC Riessersee zugesagt.