French Open Coria stürzt Agassi
Paris - Außenseiter Coria erreichte erstmals das Halbfinale der French Open. Der 21 Jahre alte Tennisprofi aus Argentinien, der bereits vor drei Wochen das Turnier in Hamburg gewann, besiegte am Dienstag in einem hochklassigen Match überraschend den zwölf Jahre älteren Turnier-Favoriten aus den USA. Agassi unterlag im 999. Match seiner Karriere mit 4:6, 6:3, 6:2 und 6:4.
Coria trifft nun im Halbfinale auf Martin Verkerk aus den Niederlanden, der zuvor bereits den deutschen Tennisprofi Rainer Schüttler bezwungen hatte. Im Viertelfinale besiegte der French-Open-Debütant aus den Niederlanden Carlos Moya aus Spanien in knapp vier Stunden mit 6:3, 6:4, 5:7, 4:6, 8:6. Dabei schlug Verkerk 27 Asse.
"Das ist ein Traum. Agassi war mein Vorbild, schon als ich Kind war", sagte Coria. Agassi verspielte gegen den bis zur Erschöpfung kämpfenden Aufsteiger in zweieinhalb Stunden nicht nur den Sieg im 999. Match seiner Karriere. Der 33-jährige Australien-Open-Sieger verpasste zugleich die Chance, mit dem Einzug ins Endspiel den Australier Lleyton Hewitt wieder von der Spitze der Weltrangliste zu verdrängen. Agassi würdigte den Auftritt seines Gegners. "Er hat den Sieg verdient, denn er hat gutes Tennis gespielt. Er ist einer der Besten auf Sand", lobte der French-Open-Sieger von 1999.
Bei den Damen gewann Serena Willimas in nur 64 Minuten mit 6:1 und 6:2 gegen die Französin Amelie Mauresmo. Im Halbfinale trifft die Titelverteidigerin auf Justine Hénin-Hardenne. Die Belgierin bezwang die Amerikanerin Chanda Rubin mit 6:3 und 6:2. Auch ins zweite Halbfinale zog eine Belgierin ein. Kim Clijsters bezwang die French-Open-Veteranin Conchita Martinez aus Spanien klar in zwei Sätzen. Bevor es zu einem rein belgischen Finale kommen kann, muss die Neunzehnjährige in der nächsten Runde die Grand-Slam-Überraschung Nadja Petrowa aus Russland besiegen.