French Open: Deutsches Fiasko in Paris - DER SPIEGEL
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French Open Deutsches Fiasko in Paris

Acht Spiele, acht Niederlagen: Die deutschen Tennisprofis können wie in den Jahren zuvor bei den French Open nichts gewinnen. Noch kein Deutscher erreichte bislang die zweite Runde. Jetzt ruhen die Hoffnungen auf Philipp Kohlschreiber.
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Hamburg - Als am Montagnachmittag der Regen über die French Open kam, führte Roland Garros gegen Deutschland bereits 8:0. Von 13 für das Hauptfeld qualifizierten deutschen Profis waren in Paris zu diesem Zeitpunkt sieben ausgeschieden - und Florian Mayer hatte sein für Dienstag angesetztes Match gegen Fabrice Santoro wegen einer Magenschleimhautentzündung abgesagt.

Tennisprofi Berrer: "Es ist ein bisschen wie eine Erlösung"

Tennisprofi Berrer: "Es ist ein bisschen wie eine Erlösung"

Foto: Getty Images

Auf den Sandplätzen am Bois de Boulogne war auch in diesem Jahr beim zweiten Grand-Slam-Turnier der Saison die alljährliche Tristesse zu beobachten: Paris und deutsche Spieler, das passt irgendwie nicht zusammen. Schon vor einem Jahr war von zehn deutschen Startern lediglich Philipp Kohlschreiber in die zweite Runde eingezogen.

Am Montag schieden Michael Berrer und Martina Müller aus, am Sonntag hatten zum Auftakt der mit 15,6 Millionen Dollar dotierten Veranstaltung bereits Denis Gremelmayr, Simon Greul, Rainer Schüttler, Angelique Kerber und Sandra Klösel eine Niederlage kassiert.

Michael Berrer unterlag dem spanischen Sandplatzspezialisten Marcel Granollers 3:6, 6:3, 2:6, 3:6. "Warum ich Probleme auf Sand habe, ist ja wohl klar", sagte Berrer: "Es gibt keine leichten Punkte, man muss sich alles erarbeiten. Ich bin froh, weg zu sein. Es ist ein bisschen wie eine Erlösung", so der 1,90 Meter-Mann. Dabei hatte Berrer genug Chancen in einem ausgeglichenen Match, nutzte sie aber nicht. Von zwölf Breakbällen verwandelte er drei, der Spanier sechs von zehn.

Eine schwache Leistung zeigte Martina Müller bei ihrer 0:6, 4:6-Niederlage gegen die Italienerin Karin Knapp vor allem im ersten Satz. Die 25-Jährige hat seit Ende Februar kein Match mehr bei einem regulären WTA-Turnier gewonnen. Seit Jahresbeginn ist sie von Platz 54 der Weltrangliste auf 84 abgerutscht.

Von den vier deutschen Frauen im Feld hat lediglich Sabine Lisicki noch die Chance, in ihrem Match gegen Jelena Wesnina (Russland) einen deutschen Fehlstart zu verhindern. Die Partie wurde wegen des andauernden Regens am frühen Montagabend abgesagt und auf den Dienstag verschoben. Auch das Match von Kohlschreiber gegen den Schweizer Stanislas Wawrinka wurde frühzeitig gestrichen. Benjamin Becker und Qualifikant Daniel Brands müssen nun ebenfalls am Dienstag ran.

Federer zuversichtlich

Vor dem Regen hatte der Weltranglisten-Erste Roger Federer nur am Anfang Probleme, bevor er den US-Amerikaner Sam Querry 6:4, 6:4, 6:3 bezwang. Federer hat damit den ersten Schritt zum Paris-Titel vollzogen. Die French Open sind das einzige Grand-Slam-Turnier, das er noch nicht gewinnen konnte. "Ich bin da, wo ich sein wollte, habe auf Sandplätzen die gesamte Saison gut gespielt", sagte der Schweizer, "ich bin froh, dass ich das Auftaktmatch gewonnen habe, ab jetzt sollte es ein wenig einfacher für mich werden."

fpf/sid