French Open: Federer gewinnt Nervenkrimi gegen Dawydenko - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

French Open Federer gewinnt Nervenkrimi gegen Dawydenko

Er brauchte nur drei Sätze und musste trotzdem hart kämpfen: Roger Federer setzte sich im Halbfinale in Paris gegen Nikolai Dawydenko durch. Nun trifft er im Endspiel auf einen Serben oder seinen Angstgegner.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Hamburg - Der Schweizer zog mit einem 7:5, 7:6 (7:5), 7:6 (9:7) über Dawydenko (Russland) ins Finale ein. Dort könnte er am Sonntag wie im Vorjahr auf Titelverteidiger Rafael Nadal aus Spanien treffen, der in seinem Halbfinale gegen den Serben Novak Djokovic antreten muss. Mit einem Titelgewinn kann Federer als erst sechster Spieler der Tennisgeschichte alle vier Grand-Slam-Turniere gewinnen. Zuletzt war das dem US-Amerikaner Andre Agassi gelungen, der seine Sammlung 1999 mit einem Erfolg in Paris komplett machte.

Gegen Dawydenko musste Federer vor allem zu Beginn großen Widerstand überwinden. Der 26-jährige Russe setzte den Favoriten mit präzisen Grundlinienschlägen unter Druck und spielte wie gewohnt fast fehlerlos. Immer wieder passierte er den Weltranglistenersten. Der bekam die Partie erst Mitte des Satzes unter Kontrolle, schaffte das Rebreak zum 4:4 und hatte nach 51 Minuten schließlich den ersten Satz eingefahren.

Im zweiten Durchgang sah Federer nach einigen Zauberschlägen schon wie der lockere Sieger aus, musste aber doch in den Tiebreak. Auch hier machte er trotz ganz schwacher Quote beim ersten Aufschlag die wichtigen Punkte. Zu abwartend ließ er Dawydenko aber wieder ins Spiel, der hatte beim Stand von 5:3 im Dritten schon zwei Satzbälle. Doch am Ende hieß der Sieger nach 3: 01 Stunden wieder Federer, der im Tie Break des dritten Durchgangs einen weiteren Satzball abgewehrt hatte.

bri/sid