French Open: Gustavo Kuerten steht im Halbfinale - DER SPIEGEL
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French Open Gustavo Kuerten steht im Halbfinale

In einem drei Stunden währenden Match hat sich der Brasilianer Gustavo Kuerten gegen den Russen Jewgenij Kafelnikow durchgesetzt und das Halbfinale in Roland Garros erreicht. Derweil sorgte Anke Huber im Doppel für Furore.
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Paris - Jewgenij Kafelnikow ist im Duell der Champions die Luft ausgegangen. Mit Schmerzen und immer müder werdenden Beinen musste sich der Russe am Dienstag dem frisch und engagiert aufspielenden Gustavo Kuerten beugen und schied wie vor drei Jahren im Viertelfinale der French Open gegen den Brasilianer aus. Wie bei seiner Pariser Titeljagd im Jahre 1997 setzte Kuerten wiederum die Akzente und kam dank einer Steigerung im richtigen Moment in exakt drei Stunden zum 6:3, 3:6, 4:6, 6:4, 6:2-Erfolg über den am Ende seiner Kräfte angelangten Sieger von 1996. Kuerten trifft im Halbfinale auf den Spanier Juan Carlos Ferrero, der seinen Landsmann Alex Corretja mit 6:4, 6:4 und 6:2 besiegte.

Als Erste der Tennis-Damen zog Arantxa Sanchez-Vicario in 111 Minuten mit einem 6:0, 1:6, 6:2-Erfolg über Huber-Bezwingerin Venus Williams aus den USA zum zehnten Mal ins Semifinale ein. Nicht einmal eine Stunde benötigte Martina Hingis beim 6:1, 6:3 gegen die Amerikanerin Chanda Rubin. Die Schweizerin, die sich im Vorjahr nach dem verlorenen Finale gegen Steffi Graf unter Tränen und begleitet von Pfiffen des Publikums aus Paris davongeschlichen hatte, bekommt es in der Vorschlussrunde am Donnerstag mit Mary Pierce zu tun. Die Französin, die sich nach nur fünf Siegen in 15 Vergleichen mit Hingis als krasse Außenseiterin sieht, warf Monica Seles aus den USA in 106 Minuten mit 4:6, 6:3, 6:4 aus dem Turnier. Auf die dreifache French-Open-Gewinnerin Arantxa Sanchez-Vicario wartet Conchita Martinez oder Marta Marrero, so dass eine Spanierin sicher im Finale sein wird.

Anke Huber hatte unterdessen im Doppel mehr Erfolg denn als Solistin. Die Karlsdorferin schaffte an der Seite von Barbara Schett den Sprung in die Runde der letzten Acht. Zwei Tage nach ihrem Achtelfinal-Aus gegen die Amerikanerin Venus Williams überraschte sie im deutsch-österreichischen Duett die topgesetzten Lisa Raymond/Rennae Stubbs (USA/Australien) mit 6:1, 6:4. Damit haben Huber/Schett das ihre zum erhofften Viertelfinal-Vergleich der Generationen geleistet. Nun mussten nur noch Martina Navratilova und Mariaan de Swardt (USA/Südafrika) nachziehen.