French Open: Henin gewinnt vorgezogenes Finale - DER SPIEGEL
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French Open Henin gewinnt vorgezogenes Finale

Justine Henin steht in Paris in der Runde der Letzten Vier und könnte am Wochenende ihren dritten French-Open-Titel in Serie feiern. Außerdem haben sich erstmals zwei Spielerinnen aus Serbien für das Halbfinale eines Grand-Slam-Turniers qualifiziert.
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Paris - Henin hat ihr Viertelfinale gegen die US-Amerikanerin Serena Williams 6:4 und 6:3 gewonnen. Nach nur 78 Minuten verwandelte die Weltranglisten-Erste ihren ersten Matchball. "Ich bin natürlich überglücklich, diese Hürde genommen zu haben", sagte die 25-jährige Henin nach dem ungefährdeten Sieg. Das Match war als vorweggenommenes Endspiel bezeichnet worden, da beide Spielerinnen als Favoritinnen auf den Turniersieg galten. Henin, die bereits 2003 den French-Open-Titel holte, könnte als erste Spielerin seit 15 Jahren zum dritten Mal in Serie in Paris gewinnen. Zuletzt gelang dies 1990, 1991 und 1992 Monica Seles.

Auf den Spuren der Serbin wandeln nun ihre Landsfrauen Ana Ivanovic und Jelena Jankovic. Die 22 Jahre alte Weltranglisten-Fünfte Jankovic fordert nach ihrem 6:3, 7:5-Erfolg gegen die Tschechin Nicole Vaidisova jetzt Henin heraus. Die Belgierin ist die einzige, die die immer stärker werdende Jankovic in diesem Jahr auf Sand bislang bezwungen hat. "Ich werde versuchen, diesmal die richtige Taktik gegen Justine zu finden. Ich glaube, ich kann es schaffen. Es ist eine Konzentrationsache, physisch fühle ich mich topfit", sagte Jankovic.

Nur 60 Sekunden nachdem Jankovic jubelnd eine imaginäre Bowling- Kugel über den roten Sand des Court Suzanne Lenglen rollen ließ, riss wenige Meter entfernt davon die 19 Jahre alte Ivanovic die Arme in die Höhe. 6:0, 3:6, 6:1 hatte sie gegen die Russin Swetlana Kusnezowa gewonnen - die Nummer drei der Welt. "Ich erlebe hier großartige Wochen", sagte Ivanovic nach ihrem überraschenden Coup auf dem vollbesetzten Court Philippe Chatrier. Sie darf sich im Kampf um den Einzug ins Finale des Grand-Slam-Turniers nun mit der Weltranglisten-Zweiten Maria Scharapowa messen, die sich in einem russischen Duell 6:3, 6:4 gegen Anna Tschakwetadse durchgesetzt hatte. "Ich habe nichts mehr zu verlieren. Ich rechne mir auch gegen sie Chancen aus", sagte die in Paris an Nummer sieben gesetzte Ivanovic.

wit/sid/dpa