French Open: Huber im Achtelfinale gescheitert - DER SPIEGEL
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French Open Huber im Achtelfinale gescheitert

Nach großem Kampf musste sich Anke Huber am Sonntag im Achtelfinale der French Open der Amerikanerin Venus Williams geschlagen geben.
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Paris - Anke Huber hat sich als am Sonntag als letzte deutsche Tennisspielerin aus der Einzelkonkurrenz der French Open verabschiedet. Mutig hatte sie den Schlagabtausch mit der Amerikanerin Venus Williams gesucht, konnte sich im entscheidenden Moment aber wieder einmal nicht auf ihr Nervenkostüm verlassen. "Ich habe meine Chancen gehabt und sie nicht genutzt", ärgerte sie sich nach dem 6:7 (4:7), 2:6. Und nach den 103 Minuten stand das mit 40.900 Dollar Preisgeld versüßte, bittere Fazit, dass zum dritten Mal im vierten Match wieder alles Asche war.

"Auf Sand habe ich sicher die größten Chancen gegen Venus", hatte sich Anke Huber vorher Mut gemacht. nach ihrem 6:2, 6:2 über die polnische Qualifikantin Magdalena Grzybowska am Samstagmut gemacht. 24 Stunden später stöhnte die 25-jährige Karlsdorferin dann "Mein Gott bin ich schlecht", nachdem sie wieder einmal gegen die 97er US-Open-Finalistineinen einen leichten Fehler produziert hatte. "Und Venus hat in den entscheidenden Momenten eben keine Fehler gemacht." Was immer Huber auch versuchte, die große Linie fand sie nicht. Einem guten Schlag folgte meist ein schlechter und in der Summe waren es eben ein paar zu viel. So nutzten ihr die beiden Breaks im ersten Satz nichts; im Tie-Break kaufte ihr die 19-Jährige aus Palm Beach in Florida den Schneid ab.

"Da hat sie fehlerlos gespielt und mir überhaupt nichts mehr geschenkt." Aufgeben kam für Anke Huber aber nicht in Frage. Sie versuchte alles und kämpfte. "Ich weiß auch nicht, warum es wieder nicht geklappt hat." Der große Einsatz wurde nicht belohnt; das zweite Viertelfinale nach 1993, als sie erst im Halbfinale an der späteren Siegerin Steffi Graf gescheitert war, blieb der Weltranglisten-Zwölften versagt, die wieder an die Tür zu den besten Zehn der Tennis-Welt klopft.

Eine Überraschung hätte die Damen-Konkurrenz dann fast auch noch erlebt, als Martina Hingis im Achtelfinale Ruxandra Dragomir den zweiten Satz ohne Punkt und Widerstand überlassen musste. Doch alle Spekulationen machte die Vorjahresfinalistin aus der Schweiz anschließend zunichte und zog mit einem letztlich sicheren 6:3, 0:6, 6:1 über die Rumänin ins Viertelfinale ein, in dem Chanda Rubin aus den USA auch keine unlösbare Aufgabe sein sollte.

Auch die Comeback-Show von Martina Navratilova geht in die zweite French-Open-Woche. An der Seite von Mariaan de Swardt aus Südafrika steht die Amerikanerin im Doppel-Achtelfinale. Noch eine Runde und Anke Huber könnte mit ihrer Duett-Partnerin Barbara Schett im Viertelfinale in den Generationen-Kampf mit der 43-Jährigen eingreifen. Und dann will Huber nicht wie im Einzel alt aussehen.