French Open: Schüttler komplettiert deutsches Debakel - DER SPIEGEL
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French Open Schüttler komplettiert deutsches Debakel

Rainer Schüttler ist bei den French Open in Paris in der ersten Runde ausgeschieden. Insgesamt verabschiedeten sich bereits 5 von 13 Deutschen aus dem Turnier. Lediglich die Qualifikanten Tomas Behrend und Sandra Klösel gewannen ihre Auftaktmatches.
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Paris - Daviscupspieler Schüttler unterlag dem Argentinier Juan Ignacio Chela 6:3, 1:6, 4:6, 3:6 und wartet seit Juli 2004 auf einen Erfolg bei einem Sandplatzturnier. In der französischen Hauptstadt scheiterte Schüttler bei sieben Teilnahmen nun bereits zum fünften Mal in Runde eins.

Lars Burgsmüller taugte nur zum Spielball für Titelfavorit Rafael Nadal, Paris-Debütant Philipp Kohlschreiber, Björn Phau und Julia Schruff kamen ebenfalls nicht über die erste Runde hinaus. Eine Sensation schaffte die Spanierin Maria Sanchez Lorenzo. Sie schaltete die Vorjahressiegerin Anastasia Myskina mit 6:4, 4:6, 6:0 aus. Damit scheiterte erstmals in der Geschichte der French Open eine Titelverteidigerin in der ersten Runde. Myskina, die psychisch sichtlich unter der schweren Erkrankung ihrer Mutter leidet, sagte mit Tränen in den Augen: "Egal, wer im Moment gegen mich spielt, diejenige gewinnt."

Freuen konnte sich Tomas Behrend. Der gebürtige Brasilianer bezwang überraschend den Hamburg-Halbfinalisten Christophe Rochus mit 4:6, 6:2, 7:5, 6:2 und überstand im fünften Anlauf erstmals die erste Runde. Behrend bekommt es am Mittwoch mit dem Chilenen Fernando Gonzalez zu tun. "Das ist ein unglaublich schwerer Brocken, deshalb will ich noch gar nicht an ein mögliches Match gegen Roger Federer denken", sagte Behrend. Gonzalez hatte im vergangenen Jahr in Paris in der ersten Runde gegen Florian Mayer verloren.

Die 25 Jahre alte Sandra Klösel schaffte nach sieben Jahren Paris-Pause mit dem 7:6 (7:5), 6:1 gegen die auch aus der Qualifikation gekommene Italienerin Mara Santangelo ebenfalls ihren ersten Sieg. Nächste Gegnerin am Mittwoch ist die an Nummer acht gesetzte Patty Schnyder. "Mein Trainer Hubert Choudury hat früher auch mit ihr gearbeitet und kennt sie sehr gut. Paris ist immer für eine Überraschung gut", frohlockte Klösel.

Die schwerste Aufgabe hatte Lars Burgsmüller zu lösen. Er wurde vom spanischen Shooting-Star Nadal zeitweise zum Sparringspartner degradiert und verlor nach 1:45 Stunden mit 1:6, 6:7 (4:7), 1:6. Es war die achte Erstrunden-Niederlage der Saison für den 29-Jährigen. Der gerade 18 Jahre alte Nadal wird nach fünf Titeln in diesem Jahr gleich bei seinem Debüt als großer Favorit auf den French-Open-Sieg gehandelt. Das Kraftpaket aus Mallorca ist seit 18 Matches ungeschlagen.

"Er hat eine unheimliche Energie und Präsenz auf dem Platz. Er hat das Potenzial, das Turnier zu gewinnen", schwärmte Burgsmüller nach der Lehrstunde gegen den Linkshänder, der sich lediglich im zweiten Satz einige Unkonzentriertheiten leistete. Da ging Burgsmüllers Konzept, den Mallorquiner permanent am Netz zu attackieren, auf: "Von hinten hätte ich gar keine Chance gehabt, aber viel ans Netz zu gehen, bedeutet auch viel Risiko."

Die Stuttgarterin Julia Schruff scheiterte durch ihre 5:7, 2:6- Niederlage gegen die Japanerin Shinobu Asagoe auch im dritten Anlauf in Roland Garros. Während auch Björn Phau mit 6:4, 2:6, 3:6, 1:6 am Tschechen Jiri Novak scheiterte, vermasselte Philipp Kohlschreiber sein French-Open-Debüt. Er verlor gegen den Spanier Nicolas Almagro mit 6:7 (4:7),4:6, 3:6 und verpasste so ein Traum-Match gegen Roger Federer.

Der Weltranglistenerste aus der Schweiz begann seine Jagd nach seinem ersten French-Open-Sieg mit einem standesgemäßen 6:1, 6:4, 6:0 gegen den israelischen Qualifikanten Dudi Sela. Titelverteidiger Gaston Gaudio besiegte den Franzosen Julien Benneteau 7:5, 6:0, 6:1.