French Open: Söderling wirft Titelverteidiger Federer raus - DER SPIEGEL
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French Open Söderling wirft Titelverteidiger Federer raus

Für Roger Federer sind die French Open früher beendet als erwartet. Der Schweizer verlor überraschend im Viertelfinale gegen den Schweden Robin Söderling. Bei den Damen schrieb die Italienerin Francesca Schiavone Tennisgeschichte für ihr Land.
Tennisprofis Federer, Söderling: Nach der Regenpause kam das Aus für den Titelverteidiger
Tennisprofis Federer, Söderling: Nach der Regenpause kam das Aus für den Titelverteidiger

Tennisprofis Federer, Söderling: Nach der Regenpause kam das Aus für den Titelverteidiger

Foto: CHRISTOPHE KARABA/ dpa
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Hamburg - Der Traum von der Titelverteidigung in Roland Garros ist für Roger Federer geplatzt. Der Schweizer verabschiedete sich am Dienstag in Paris bereits im Viertelfinale. In der Neuauflage des Vorjahresendspiels unterlag er Robin Söderling überraschend 6:3, 3:6, 5:7, 4:6. Im 13. Duell mit dem Schweden war es die erste Niederlage für Federer.

Das letzte Mal, dass Federer bei einem Grand-Slam-Turnier vor dem Halbfinale scheiterte, war 2004 ebenfalls in Paris: Damals hatte er in der dritten Runde gegen den Brasilianer Gustavo Kuerten verloren. Der 28-jährige Federer könnte nun auch wieder seinen Spitzenplatz in der Weltrangliste an den Rivalen Rafael Nadal verlieren - falls der Spanier am Sonntag seinen fünften Titel bei den French Open holt.

Dabei war gegen Söderling zunächst alles nach Plan für Federer gelaufen: Im ersten Satz hatte der Australian-Open-Champion, der bis dato noch nicht einen Satz im Turnier abgegeben hatte, nahezu perfektes Tennis gezeigt. Im zweiten Satz kam dann der 25-jährige Söderling immer besser ins Spiel.

Einer der Knackpunkte des Spiels war ein ungenutzter Breakball Federers im dritten Satz beim Stand von 5:4. Bei 5:5 zog dann Regen auf, das Spiel musste für rund 75 Minuten unterbrochen werden. Söderling kam wacher aus der Pause zurück. Dem Außenseiter gelang sofort das Break und anschließend der Servicegewinn zum 7:5.

Im vierten Satz war es ein offener Schlagabtausch: Gleich zum Auftakt schaffte Federer ein Break, er verlor dann aber umgehend seinen Aufschlag wieder. Der Weltranglisten-Siebte Söderling schlug mit mehr als 220 Stundenkilometern auf und traf mit seiner schnellen Vorhand nahezu aus allen Lagen. Federer schien zu diesem Zeitpunkt unkonzentriert, mit ungewohnt leichten Fehlern gab er erneut seinen Aufschlag zum 4:5 ab. Söderling verwandelte schließlich nach 2:30 Stunden seinen ersten Matchball.

"Ich habe sehr gut gespielt. Ich liebe dieses Turnier und diesen Platz", sagte Söderling, der es im Halbfinale nun mit dem Tschechen Tomas Berdych zu tun bekommt. Berdych feierte einen glatten 6:3, 6:1, 6:2-Erfolg über den Russen Michail Juschni.

Schiavone als erste Italienerin in Grand-Slam-Halbfinale

Bei den Damen schrieb Francesca Schiavone Tennisgeschichte für ihr Land: Als erste Italienerin seit Einführung des Profitennis erreichte die 29-Jährige das Halbfinale bei einem Grand-Slam-Turnier. "Das ist sehr emotional für mich, ich werde wohl erst in einigen Jahren realisiert haben, was hier passiert ist", sagte die Weltranglisten-17. Nach ihrem überraschenden 6:2, 6:3-Erfolg über die an Nummer drei gesetzte Dänin Caroline Wozniacki küsste sie den Sand auf dem Court Philippe Chatrier.

Bei der mit 16,8 Millionen Euro dotierten Grand-Slam-Veranstaltung trifft die Mailänderin nun auf Jelena Dementjewa, die sich gegen ihre russische Teamkollegin Nadia Petrowa 2:6, 6:2, 6:0 durchsetzte. Die Weltranglisten-Fünfte Dementjewa hatte 2004 in Roland Garros im Finale gestanden.

Ein kleiner Lichtblick gab es aus deutscher Sicht: Christopher Kas erreichte an der Seite von Vania King (USA) das Halbfinale im Mixed-Wettbewerb. Das Duo setzte sich gegen Marcin Matkowski/Tathiana Garbin (Polen/Italien) 6:4, 3:6 und 10:7 im Match-Tiebreak durch.

mig/dpa/sid