French Open: Stan Wawrinka scheitert in Runde eins - DER SPIEGEL
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French Open Vorjahresfinalist Wawrinka scheitert in Runde eins

Von seiner Top-Form ist Stan Wawrinka weit entfernt, das wurde auch in der ersten Runde der French Open wieder deutlich. Andrea Petkovic sorgte für eine Überraschung. Der Überblick.
Stan Wawrinka
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Stan Wawrinka

Foto: Christophe Ena/ AP
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Der Weg zurück in die Weltspitze ist weit. Das wusste Stan Wawrinka vermutlich bereits vor diesen French Open. Die erste Runde des Grand-Slam-Turniers in Paris hat das aber noch mal verdeutlicht. Der Schweizer Vorjahresfinalist unterlag dem Spanier Guillermo García-López nach 3:30 Stunden 2:6, 6:3, 6:4, 6:7 (5:7), 3:6.

Für Wawrinka, 33, der 2015 in Roland Garros triumphiert hatte, war es bereits die siebte Niederlage im elften Saisonspiel. Der frühere Weltranglistendritte hatte sich im vergangenen Jahr zweimal am linken Knie operieren lassen. Seit seiner Rückkehr auf den Court sucht Wawrinka nach seiner Form.

Im ATP-Ranking stürzt der dreimalige Grand-Slam-Sieger nach dem Turnier aus den Top 200. In dieser Region wurde Wawrinka zuletzt zu Beginn seiner Karriere vor 15 Jahren geführt. Dennoch wähnt er sich "auf dem richtigen Weg. Jetzt gilt es, Spiele zu gewinnen, um zurück auf mein altes Niveau zu kommen", sagte Wawrinka: "Ich wusste von Anfang an, dass das Zeit braucht. Ich weiß genau, wo ich hin will, auch wenn ich heute verloren habe."

Keine Blöße am zweiten Turniertag in Paris gab sich Novak Djokovic, Sieger von 2016. Der Serbe gewann sein Auftaktmatch gegen Rógerio Dutra da Silva aus Brasilien 6:3, 6:4, 6:4. Nach seiner langen Verletzungspause ist Djokovic derzeit nur noch die Nummer 22 der Welt und nicht in alter Form.

Dominic Thiem, Mitfavorit aus Österreich, startete mit einem souveränen 6:2, 6:4, 6:1 gegen Ilja Iwaschka ins Turnier. Philipp Kohlschreiber verlor 3:6, 6:3, 3:6, 4:6 gegen den Kroaten Borna Coric.

"Ich zittere noch, ich bin so aufgeregt"

In den zwölf Jahren, in denen Véronica Cepede Royg professionell Tennis spielt, hat die 26-Jährige nicht unbedingt für viele bleibende Momente gesorgt, davon zeugen null WTA-Titel und null Erfolge gegen eine Top-Ten-Spielerin. Immerhin letzteres hätte nun beinahe geklappt.

Die Weltranglisten-87. aus Paraguay hatte die zweimalige Wimbledonsiegerin Petra Kvitová am Rande einer Niederlage, verlor schließlich aber 6:3, 1:6, 5:7. Für Kvitová war es der zwölfte Sieg auf Sand in Folge, sie gehört zum Favoritenkreis dieser French Open. "Heute hatte ich Glück", sagte die Tschechin hinterher.

Andrea Petkovic ist als erste deutsche Spielerin in die zweite Runde der French Open eingezogen. Die auf Platz 107 der Weltrangliste abgestürzte 30-Jährige gewann gegen die an Position 29 gesetzte Französin Kristina Mladenovic 7:6 (12:10), 6:2. Petkovic verwandelte nach 1:42 Stunden ihren vierten Matchball.

"Ich hab nur gedacht: 'Andrea, konzentrier dich auf jeden Punkt und hör auf zu denken'", sagte Petkovic im Eurosport-Interview: "Ich zittere noch, ich bin so aufgeregt. Ich bin gerade komplett drüber."

Bereits bei den Australian Open im Januar hatte Petkovic zum Auftakt überrascht, war nach ihrem Erfolg gegen Kvitová allerdings in Runde zwei ausgeschieden. In Paris trifft sie nun entweder auf Johanna Larsson (Schweden) oder Bethanie Mattek-Sands (USA).

mon/dpa/sid/Reuters