Fuentes rechtfertigt Doping als Therapie - DER SPIEGEL
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Prozess in Madrid Fuentes bezeichnet Doping als Therapie

So kann man es also auch sehen: Der berüchtigte Dopingarzt Eufemiano Fuentes hat seine Praktiken als "therapeutisch" beschrieben. Er habe damit letztlich nur die "Gesundheit der Sportler schützen" wollen, behauptet der Arzt, der derzeit in Madrid vor Gericht steht.
Doping-Doktor Fuentes: "Ich wollte den immensen Schaden abwenden"
Doping-Doktor Fuentes: "Ich wollte den immensen Schaden abwenden"

Doping-Doktor Fuentes: "Ich wollte den immensen Schaden abwenden"

Foto: Javier Lizon/ dpa
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Hamburg - Der spanische Dopingarzt Eufemiano Fuentes hat seine Praktiken als "therapeutisches Doping" gerechtfertigt. "Ich war immer darauf aus, die Gesundheit von Sportlern zu schützen", sagte der Mediziner dem Madrider Sportblatt "Marca". "Ich wollte den immensen Schaden abwenden, den das anspruchsvolle Training und das dicht gedrängte Wettkampfprogramm dem Körper der Sportler zufügen."

Man könne seine Praktiken nur in sportlicher Hinsicht als Doping bezeichnen, aber nicht in rechtlicher. Im Madrider Doping-Prozess, in dem in den kommenden Wochen das Urteil erwartet wird, sei er wegen Vorgängen aus einer Zeit angeklagt, in der es in Spanien noch kein Anti-Doping-Gesetz gegeben habe.

Fuentes dementierte Medienberichte, wonach er bereit sei, der Welt-Antidoping-Agentur (Wada) die Liste seiner Kunden zu offenbaren. "Das war ein Missverständnis", betonte der Mediziner. Er habe der Wada lediglich seine Kooperation auf wissenschaftlichem Gebiet angeboten. "Ich habe nicht das Angebot gemacht, die Liste meiner Kunden zu verkaufen." Die Namen seiner Patienten seien ein Berufsgeheimnis, das er nicht preisgeben könne.

aha/dpa