German Open Aus für Anke Huber
Berlin - Anke Huber hat den Einzug ins Halbfinale der 93. German Open in Berlin und damit auch die Rückkehr in die Top Ten der Weltrangliste verpasst. Die 25-Jährige unterlag im Viertelfinale am Freitag der kämpferisch beeindruckenden Amanda Coetzer mit 4:6, 4:6. Durch die zweite Niederlage im sechsten Duell gegen die Südafrikanerin verbaute sich Huber die Rückkehr in den Kreis der zehn weltbesten Spielerinnen der Welt, zu denen sie zuletzt im Oktober 1997 gehörte.
Die deutsche Nummer eins zeigte im ersten Aufeinandertreffen der beiden Spielerinnen auf Sand die deutlich härteren Schläge, machte jedoch auch mehr vermeidbare Fehler. Im 37 Minuten langen ersten Satz brachte Coetzer die Bälle nur zurück und profitierte immer wieder von überhasteten Aktionen ihrer Gegnerin. "Niemand spielt gerne gegen Coetzer. Ihr Spiel ist extrem unangenehm", hatte Hubers Trainer Boris Breskvar schon vor dem Spiel erklärt. Im zweiten Satz kam eine eklatante Aufschlagschwäche hinzu. Dabei hatte Huber in den vergangenen Wochen von 14 Spielen auf Asche nur das Halbfinale von Hamburg gegen Martina Hingis verloren.
"Ich habe mein Privatleben wieder geordnet. Derzeit kann ich mich voll auf Tennis konzentrieren", erklärte Huber ihre gute Form. Nach der Trennung von ihrem Freund, dem ukrainischen Tennisprofi Andrei Medwedew, im vergangenen Dezember ist derzeit ein neuer Mann an Hubers Seite zu sehen. Ein blonder Brasilianer und die Rückkehr zu ihrem ersten Trainer Boris Breskvar haben die in ihrer langen Karriere häufig unter ihren Möglichkeiten gebliebene Huber wieder stark gemacht.
Coetzer, die auch in Hamburg im Halbfinale stand, trifft als nächstes entweder auf die Russin Elena Dementjewa, oder ihre Landsfrau Joannette Kruger. Ebenfalls in der Runde der letzten Vier steht die an Position drei gesetzte Conchita Martinez. Die German-Open-Siegerin von 1998 gewann das spanische Duell gegen Gala Leon Garcia mit 6:4, 6:2.
Dabei zeigte die 28-Jährige ihre typischen Qualitäten, hohe Bälle mit viel Vorwärtsdrall mit der Vor- sowie der Rückhand und eingestreute Stoppbälle. "Ich spiele derzeit ganz gut. Ich hoffe ich kann hier noch zwei weitere Matches gewinnen", meinte Martinez. Sie trifft im Halbfinale auf die Weltranglistenerste Martina Hingis aus der Schweiz oder die Französin Sandrine Testud.