Erklärung von US-Olympiasieger Roberts Doping durch leidenschaftliches Knutschen
Rio-Olympiasieger Gil Roberts
Foto: ADRIAN DENNIS/ AFP400-Meter-Staffel-Goldmedaillengewinner Gil Roberts aus den USA kommt nach einem positiven Dopingtest um eine Sperre herum. Nach einer Anhörung folgte ein unabhängiger Richter der Argumentation des 400-Meter-Läufers, dass die positive Probe auf "leidenschaftliche Küsse" zwischen ihm und seiner Freundin zurückzuführen sei. Die amerikanische Doping-Agentur Usada machte die Entscheidung, die bereits am 20. Juni gefallen war, erst jetzt publik.
Der 28 Jahre alte Roberts, der bei den Sommerspielen in Rio de Janeiro Gold mit der 4x400-Meter-Staffel geholt hatte, war im Mai von der Usada suspendiert worden, nachdem eine Dopingprobe positiv auf das Gicht-Medikament Probenecid ausgefallen war. Probenecid steht auf der Dopingliste der Welt-Anti-Doping-Agentur Wada.
Roberts führte an, dass die Substanz "bei wiederholten und innigen Küssen" mit seiner Lebensgefährtin in seinen Körper geraten sei. Jene habe zuvor gegen eine Nasennebenhöhlenentzündung das Mittel Moxylong genommen.
Der Richter erklärte in seiner Urteilsbegründung, dass Roberts "keine Ahnung hatte, dass das Küssen seiner Freundin zur Aufnahme einer verbotenen Substanz führen könne. Als er sie küsste, wurde ihm nicht der Geschmack der Medizin in ihrem Mund gewahr. Roberts muss die Erkenntnis wie ein Blitz getroffen haben. Er hat seine Beweislast erfüllt."