Giro d'Italia Dominguez gewinnt Prolog
Groningen - Dominguez war am Samstag im Einzelzeitfahren über 6,5 Kilometer in Groningen nicht zu schlagen. Zweiter hinter dem 34-Jährigen, der 8:12 Minuten benötigte, wurde Rik Verbrugghe (8:13). Der Belgier hatte im vergangenen Jahr den Giro-Prolog gewonnen. Auf Platz drei kam der Italiener Paolo Savoldelli (8:16).
Nach dem Verzicht von Jan Ullrich richteten sich die Augen der deutschen Fans vor allem auf Telekom-Sprinter Danilo Hondo (Cottbus). Der 28-Jährige hatte im Vorjahr mit zwei Etappensiegen bei der Italien-Rundfahrt für Aufsehen gesorgt und benötigte im Prolog von Groningen 8:39 Minuten.
Bester deutscher Profi war der für das niederländische Rabobank-Team fahrende Grischa Niermann (Hannover) als Siebter in 8:22 Minuten, Torsten Hiekmann (8:26) aus Berlin vom Team Telekom wurde 13.
Hoffen auf Giro ohne Dopingrazzien
Nach den skandalösen Vorkommnissen 2001 mit der Razzia italienischer Drogenfahnder, einer Etappenabsage und noch nicht beendeter Dopingverfahren kämpfen die Radprofis nicht nur um sportliche Erfolge, sondern auch für den Ruf der Italien-Rundfahrt.
"Die Hoffnung ist groß, dass der Giro diesmal nicht durch Doping, sondern wegen der Leistungen der Fahrer Schlagzeilen macht. Die schönen Seiten des Radsports sollten wieder im Vordergrund stehen", schrieb die italienische Sportzeitung "Gazzetta dello Sport".
Chancen auf den Gewinn des 85. Giro werden vor allem den Teams Fassa Bortolo mit Francesco Casagrande (Zweiter 2000), Mapei mit dem früheren Sieger Stefano Garzelli und Saeco mit Gilberto Simoni eingeräumt. Der Titelverteidiger belegte beim Prolog nach 8:46 Minuten Rang 104.