Giro d'Italia McEwen ärgert Petacchi
Santa Maria del Cedro - Sprinter Robert Förster vom Team Gerolsteiner verpasste mit Rang drei den Tagessieg nur knapp. Beim Erfolg des Australiers McEwen, der damit die Führung in der Gesamtwertung übernahm, musste sich der Markkleeberger nach einem tollen Endspurt nur um eine halbe Radlänge geschlagen geben. Rang zwei belegte der Spanier Issac Galvez, während Sprintstar Petacchi als Vierter wie schon bei seinem dritten Platz am Vortag eine Enttäuschung erlebte.
"Robert ist einen Klasse-Sprint gefahren. Dieser dritte Platz ist richtig gut fürs Selbstvertrauen", sagte Christan Henn, der sportliche Leiter des Teams. Daneben konnte sich erneut Försters Mannschaftskollege Sven Krauß in Szene setzen. Der 22-Jährige aus Herrenberg gehörte lange Zeit einer sechsköpfigen Spitzengruppe an und gewann wie am Vortag die einzige Intergiro-Wertung des Tages. Als Führender in dieser Sonderkategorie fährt der Youngster damit auch am Dienstag im Blauen Trikot. "Das rundet einen großartigen Tag für unser Team ab", sagte Henn.
Dagegen hatten die Sprinter des T-Mobile Teams mit dem Ausgang des Rennens nichts zu tun. Der Kolkwitzer Olaf Pollack erreichte als 13. das Ziel, Erik Zabel aus Unna kam nicht unter die ersten 20. "Olaf ist den Sprint vielleicht etwas zu früh angefahren. Da ist man am Ende gegen einen Fahrer wie McEwen chancenlos", erklärte T-Mobiles sportlicher Leiter Valerio Piva.
Dank der Zeitgutschrift für den Tagessieg übernahm McEwen die Führung in der Gesamtwertung von Olympiasieger Paolo Bettini. Der Italiener, der am Sonntag die erste Etappe für sich entschieden hatte, hat nun 8 Sekunden Rückstand auf McEwen. 22 Sekunden zurück folgt Petacchi als Dritter.
Überschattet wurde die Etappe von einem schweren Sturz des Spaniers Alberto Lopez de Munain. Der 33-jährige Euskatel-Fahrer kollidierte rund 40 km vor dem Ziel mit seinem Vordermann und schlug mit dem Kopf gegen die Leitplanke. Lopez erlitt einen doppelten Rippenbruch und ein Lungentrauma und wurde sofort ins Krankenhaus eingeliefert.
Auf der dritten Etappe geht die Fahrt über 205 km von Diamante nach Giffoni Valle Piana bei Salerno. Auch wenn die Strecke immer wieder längere Anstiege aufweist, können die Sprinter erneut auf eine Massenspurt-Entscheidung hoffen.