Golf Bernhard Langer hoffte vergeblich
Johannesburg - Deutschlands Golf-Star Bernhard Langer muss weiter auf seinen lang erhofften 52. internationalen Sieg warten. Der seit über zwei Jahren sieglose Anhausener konnte sich am letzten Tag beim mit 1,5 Millionen Mark dotierten "Regenturnier" im südafrikanischen Johannesburg trotz am Sonntag erstmals besserem Wetter nicht mehr verbessern und musste sich mit dem 14. Rang begnügen. Das wegen der widrigen Witterungsbedingungen auf 54 Löcher verkürzte Saison-Auftaktturnier der Europa Tour beendete der zweimalige US-Masterssieger mit einer 71er-Runde und insgesamt 210 (70+69+71) Schlägen. Damit hatte der Schwabe sechs Schläge Rückstand auf den englischen Überraschungssieger Anthony Wall, der sich mit 204 Schlägen die 245.000 Mark Siegprämie vor dem Waliser Phillip Price und Gary Orr (je 206) aus Schottland sicherte. Für den 24-jährigen Sohn eines Londoner Taxifahrers war es der erste Profisieg seiner vierjährigen Tour-Karriere.
Trotz seines leichten Einbruchs auf der "Seen-Platte" des Par-72-Kurses des Houghton Golf Clubs war Langer mit seinem Saisoneinstand zufrieden. "Ich bin nach der langen Pause schon gut in Form. Auf den zertretenen Grüns war das hier Glücksspiel", erklärte Langer. Der Wahl-Amerikaner, der nach sechs Wochen Pause erst in der vergangenen Woche in Florida wieder mit dem Training begonnen hatte, konnte wegen der Regenunterbrechungen erst am Freitag seine erste Runde beenden und musste damit hintereinander insgesamt 33 Löcher an einem Tag spielen.
Auch Thomas Gögele aus Semlin konnte sich nicht mehr verbessern. Nach einer enttäuschenden 74er-Auftaktrunde benötigte der 29-Jährige noch 70er- und 74er-Runden und landete mit insgesamt 218 (74+70+74) Schlägen auf dem 65. Platz. Für den Hamburger Sven Strüver war das Turnier bereits nach zwei Runden beendet. Der Johannesburg-Sieger von 1996 verpasste mit 152 (77+75) Schlägen den Cut von 145 Schlägen deutlich. "Ich komme mit dem Wetter nicht zurecht. Die Löcher sind wie vernagelt", beklagte der Hanseate die stürmischen Bedingungen und seinen enttäuschenden 137. Platz im 156köpfigen Teilnehmerfeld.