Golf Deutschland scheitert mit Ryder-Cup-Bewerbung
Golfer Kaymer (l.), Langer: 2018 kein Heimspiel in Deutschland
Foto: Andrew Redington/ AFPHamburg - Mit Leitfigur Bernhard Langer hatte sich Deutschland erstmals um die Ausrichtung des Ryder Cups beworben, in dem alle zwei Jahre die besten Golfer aus den USA und Europa in einem Kontinentalvergleich gegeneinander antreten. Den Zuschlag für die Ausrichtung des Wettbewerbs im Jahr 2018 erhielt am Dienstag im Wentworth Club im englischen Virgina Water jedoch das favorisierte Frankreich, das den Ryder Cup zum ersten Mal austragen wird.
Neben Deutschland scheiterten auch die Mitkonkurrenten Spanien, Portugal und die Niederlande. Ausgetragen wird der Wettbewerb auf der Anlage "Golf National" bei Versailles rund 35 Kilometer südwestlich von Paris.
Die Anlage sei "ein herausragender Austragungsort und hinsichtlich Infrastruktur ideal gelegen", lautete die Begründung des Verbandes Ryder Cup Europe LLP. Auch dass die Mehrheit des Volkes und Spitzenpolitiker wie Präsident Nicolas Sarkozy voll hinter der Bewerbung Frankreichs stünden, habe den Verband überzeugt.
Bei einem erfolgreichen Ausgang für die deutsche Kampagne wäre in Rohrenfeld bei Neuburg an der Donau ein neuer Platz gebaut worden. Der Ryder Cup, mit weltweit bis zu 750 Millionen TV-Zuschauern eine der größten Sportveranstaltungen weltweit, findet 2018 erst zum zweiten Mal überhaupt auf dem europäischen Festland statt. 1997 war Spanien Gastgeber.
Im vergangenen Jahr hatte Europa mit dem deutschen Topgolfer Martin Kaymer die 38. Ausgabe des Ryder Cups gewonnen. Dabei hatte der Weltranglistendritte als zweiter Deutscher nach Bernhard Langer 2002 in dem Wettbewerb gesiegt.