Golf Deutschland verpasst Halbfinaleinzug
St. Andrews - In ihrem letzten Gruppenspiel um den Alfred Dunhill Cup im schottischen Golf-Mekka St. Andrews besiegte Deutschland sicher mit 3:0 Punkten das ersatzgeschwächte England-Trio. Dennoch verpassten Bernhard Langer & Co. Wieder einmal die Teilnahme an der Vorschlussrunde der vier Gruppensieger bei dieser 16. Auflage der inoffiziellen Mannschafts-Weltmeisterschaft der Profigolfer. Wales blieb im letzten Spiel mit ebenfalls 3:0 Punkten gegen Schottland die einzige ungeschlagene Mannschaft der ausgelosten Gruppe 1. Die Waliser rangieren mit 3:0 Siegen und 631 Schlägen nur knapp vor Deutschland (2:1/630), Schottland (2:1/633) und England (0:3/653).
Das deutsche Trio hatte zum Auftakt mit einem 2:1-Sieg über die an eins gesetzten Schotten überrascht. Am zweiten Tag aber gab es eine 1:2-Niederlage gegen Wales. Abschließend gegen die ohne den derzeitigen Europa-Ranglistenersten Lee Westwood angetretenen Engländer gewannen Bernhard Langer (Anhausen) mit 71 auf dem traditionsreichen "Old Course" (Par 72) in den unberechenbaren Windböen überlegen gegen Jamie Spence (76) sowie Thomas Gögele (Semlin) nach 69 Schlägen gegen Roger Chapman (72) und Sven Strüver (Hamburg) nach 72 Schlägen gegen Brian Davis (74). Damit blieb der 33-jährige Strüver als einziger Deutscher ungeschlagen, nachdem er nach großartigen 66 Schlägen den favorisierten Schotten Colin Montgomerie (70) und in der Verlängerung auf dem ersten Extra-Loch auch den Waliser David Park (beide 71) besiegt hatte.
"Wir haben den durchaus möglichen Gruppensieg recht unglücklich schon im Spiel gegen Wales mit nur zwei Schlägen verpasst, weil wir an diesem zweiten Tag zu viele Chancen auf den riesigen, sehr welligen Grüns ausgelassen hatten", stellte Bernhard Langer fest. In den bisherigen sieben Endrunden-Teilnahmen seit 1992 waren der nun zum dritten Mal erzielte zweite Platz in den ausgelosten Gruppen (1992 und 1998) die bisher besten deutschen Ergebnisse bei dieser inoffiziellen WM. Für den zweiten Gruppenplatz kassierte jeder deutsche Profi neben freiem Flug und freier Unterkunft immerhin auch noch einen "Reisekostenzuschuss" von je 48.000 DM von den insgesamt umgerechnet 3,3 Mio. DM Preisgeldern.
Die Vorschlussrunde der vier Gruppensieger bestreiten der Cup-Verteidiger Spanien gegen Argentinien und Wales gegen Südafrika am Sonntag. Die Sieger treten dann anschließend nach nur kurzer Pause zum Endspiel an. Jeder Spieler des Siegerteams kassiert rund 330.000 DM, die im Finale unterlegenen drei Profis noch je 180.000 DM.