High-School-Golf in den USA Sieg aberkannt, weil sie ein Mädchen ist
High-School-Golferin Emily Nash
Foto: Christine Peterson / APIm US-Bundesstaat Massachusetts hat eine 16-jährige Golferin ein High-School-Turnier gewonnen. Einen Pokal bekam Emily Nash bisher dafür nicht - weil sie das falsche Geschlecht hat. Wie die lokale Zeitung "Worcester Telegram and Gazette" berichtet, spielte Nash in einem Team-Wettbewerb, golfte dann aber so viel besser als ihre Konkurrenten und war am Ende mit einer 75er-Runde vier Schläge besser als der nächstplatzierte Golfer.
Wie die Massachusetts Interscholastic Athletic Association (MIAA) auf Twitter bekannt gab, handelte es sich um ein Turnier für männliche High-School-Golfer, das Turnier für Mädchen würde stattdessen im Frühling ausgetragen. Im Team ihrer Lunenburg High School durfte Nash trotzdem antreten, eine Regel der MIAA untersagt aber ihre Wertung im Einzel.
#MIAA pic.twitter.com/Tuky17nvMl
— MIAA (@MIAA033) October 26, 2017
Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.
"Ich war sehr enttäuscht", sagte Nash. "Ich verstehe aber, dass es Regeln gibt." Von den Organisatoren habe sicherlich niemand erwartet, dass ein solcher Fall mal eintreten könnte. "Sie wussten einfach nicht, was zu tun ist. Ich bin nicht wütend, sondern nur enttäuscht."
Der Erfolg kam auch für Nash überraschend. "Ich habe noch nie bei den Mädchen gewonnen, deshalb war mein Sieg schon speziell." Zu allem Überfluss war die Leistung ihres Teams nicht gut genug, um sich für die Landesmeisterschaft zu qualifizieren - und im Einzel darf sie aufgrund der MIAA-Regeln nicht antreten. Der Turnierdirektor hat mittlerweile mitgeteilt, ihr nachträglich einen Pokal anfertigen zu lassen.