Golf: "Ich will mich nicht zermürben lassen" - DER SPIEGEL
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Golf "Ich will mich nicht zermürben lassen"

Für Golfprofi Wolfgang Huget geht es ab Mittwoch bei der Qualifying School um die Spielberechtigung für die European Tour. Im Interview mit SPIEGEL ONLINE gibt sich der 24-Jährige zuversichtlich.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

SPIEGEL ONLINE:

Das Finale der Qualifying-School ist unter Golfprofis berüchtigt. Warum haben so viele Spieler Angst?

Wolfgang Huget: Es geht um sehr viel. Alle kämpfen um ihren Arbeitsplatz in der kommenden Saison und wollen bei der European Tour dabei sein. Für 168 Teilnehmer gibt es aber nur 35 Spielberechtigungen. Die erfahrenen Spieler möchten in der obersten Klasse bleiben und die jungen eine Stufe höher spielen. Es wird ein harter Kampf.

SPIEGEL ONLINE: Sie sind erstmals dabei. Wie fühlen Sie sich?

Huget: Ich will mich von der Atmosphäre nicht zermürben lassen, auch wenn das nervlich eine anstrengende Sache wird. Ich habe bislang eine gute Saison gespielt. Auf der Challenge Tour bin ich in die Kategorie 1 aufgestiegen und auf der European Tour in Kategorie 13. Ich darf deshalb in der kommenden Saison bei mehreren Turnieren der European Tour antreten. Wenn ich die Tourkarte erhalte, wäre das natürlich das I-Tüpfelchen.

SPIEGEL ONLINE: Es müssen sechs Runden gespielt werden. Wie wird der genaue Ablauf sein?

Huget: Ab Mittwoch spielen wir jeweils zwei Runden in Sotogrande und in San Roque. Dann wird gesiebt. Nur die besten 75 dürfen nach dem Cut weiterspielen. Die beiden Finalrunden finden dann Sonntag und Montag in San Roque statt.

SPIEGEL ONLINE: Haben sie das Gelände schon begutachtet?

Huget: Ja. Es scheint die Sonne, aber es weht ein sehr, sehr starker Wind. Sotogrande liegt nur rund hundert Kilometer von Jerez entfernt, wo ja die Volvo Masters stattgefunden haben, die wegen des starken Windes um eine Runde verkürzt werden mussten. Jetzt sind die Umstände ähnlich. Die Grüns sind wahnsinnig schnell, manchmal bläst der Wind die Bälle einfach weg.

SPIEGEL ONLINE: Liegt Ihnen so ein Wetter?

Huget: Ich habe dieses Jahr schon sehr gut bei widrigen Bedingungen gespielt. Im Juni bei den Danish Open bin ich Fünfter geworden. Dort herrschte ein ziemlicher Sturm. Ich will in Sotogrande auf meinen Stärken aufbauen: Konstanz und Ausgeglichenheit.

Das Interview führte Andreas Lampert