Golf: Kaymer mit fulminanter Aufholjagd - DER SPIEGEL
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Golf Kaymer mit fulminanter Aufholjagd

Rückstand durch fünf Birdies verkürzt: Golfer Martin Kaymer hat sich beim Turnier in München eine aussichtsreiche Position erarbeitet. Noch besser sieht es für Marcel Siem aus. Dagegen scheiterte der angeschlagene Bernhard Langer am Cut.
Golf-Profi Kaymer: Vier Schläge Rückstand
Golf-Profi Kaymer: Vier Schläge Rückstand

Golf-Profi Kaymer: Vier Schläge Rückstand

Foto: CHRISTOF STACHE/ AFP
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Hamburg - Martin Kaymer darf bei den BMW International Open in München nach einer guten zweiten Runde weiter von seinem zweiten Turniersieg nach 2008 träumen. Der Weltranglistendritte geht mit vier Schlägen Rückstand auf die zu derzeit schlaggleich Führenden Henrik Stenson aus Schweden und Paul Coetzee aus Südafrika (beide 134) in Runde drei am Samstag (14.30 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE).

Der 26-Jährige spielte am Freitag eine 68. Nach dem ersten Tag hatte Kaymer nach einer 70er-Runde auf Rang 32 gelegen. Mit 137 Schlägen noch aussichtsreicher als Kaymer liegt Marcel Siem im Rennen um den Siegerscheck in Höhe von 333.330 Euro.

Der 30-Jährige stand aber trotz einer nach eigener Aussage "richtig, richtig guten Vorstellung" im Schatten von Kaymer. Der Großteil der 16.700 Zuschauer pilgerte mit Kaymer von Loch zu Loch und bejubelte jeden gelungenen Schlag frenetisch. Nur auf Bahn 16 gab es eine kurze Schrecksekunde für die Fangemeinde, als sich Kaymer den einzigen Bogey des Tages leistete, ansonsten erreichte er fünf Birdies.

"Mein Schwung hat sich sehr gut angefühlt"

Entsprechend zufrieden war Kaymer: "Das war wesentlich besser als am Donnerstag. Ich habe die Bälle besser getroffen. Auf Bahn 16 hatte ich den einzigen wirklich schlechten Schlag." Am Wochenende will er mit der Unterstützung "von hoffentlich noch mehr Zuschauern" dann den Angriff auf die Spitze starten. "Ich liege vier Schläge hinten, das ist nicht viel. Wenn ich vor Sonntag zwei, drei Schläge hinten liege, wäre das eine gute Ausgangsposition", sagte Kaymer.

Von Problemen mit seinem Schwung, mit denen er wochenlang zu kämpfen hatte, war am Freitag nicht viel zu sehen. "Mein Schwung hat sich sehr gut angefühlt, ich habe schon viel weniger nachgedacht als in den letzten Wochen. Ich habe wieder Selbstvertrauen, wenn ich am Ball stehe", sagte er.

Dagegen scheiterte Rekord-Teilnehmer Bernhard Langer, der seit Monaten unter Problemen am linken Daumen leidet, bei seinem 21. Start erstmals am Cut. Der 53-Jährige kam mit einer 79 ins Clubhaus und lag mit insgesamt 155 Schlägen abgeschlagen auf den hinteren Rängen. "Das Ergebnis nehme ich nicht allzu ernst. Wenn ich gesund wäre und hätte eine 76 und 79 gespielt, wäre ich sehr deprimiert. Aber ich bin nicht gesund. Ich habe acht bis zwölf Löcher mit Schmerzen gespielt", sagte Langer.

Auch für Alex Cejka (München/144) war nach zwei Tagen in München Schluss. Der Schlag des Tages gelang indes Alexander Knappe. Auf Bahn zwei gelang dem 22-Jährigen ein Hole-in-One. Knappe lochte aus 203 Metern Entfernung ein - am Cut scheiterte er dennoch.

mig/jar/sid/dpa