Golf Lang-Putter sollen ab 2016 verboten werden
Profi-Golfer Scott: In Augusta mit einem Lang-Putter erfolgreich
Foto: Andrew Redington / Getty ImagesHamburg - Bernhard Langer tut es, Ernie Els tut es und Adam Scott tut es auch: Sie alle spielen mit überlangen Puttern, deren Schaftende zur zusätzlichen Stabilisierung gegen Kinn, Brust oder Bauch gepresst wird. Doch diese Technik, die neben den erwähnten noch vielen anderen Profi-Golfern und Amateuren mit Putt-Problemen geholfen hat, stellt nach Ansicht der obersten Golf-Gralshüter vom Royal and Ancient Golf Club im schottischen St. Andrews und des US-Golfverbands einen Verstoß gegen den Grundgedanken des Sports dar, gegen den freien Schwung. Beide Organisationen sprachen sich nun einhellig für ein Verbot des umstrittenen Schlägers im Profi-Bereich ab dem 1. Januar 2016 aus . Die Profi-Touren müssen noch über ein Verbot abstimmen.
Langer puttet sein Jahren mit einem sogenannten Belly Putter. Seine US-Masters-Triumphe 1985 und 1993 hatte er aber noch mit einem kürzeren Putter errungen. Belebt wurde die Diskussion durch die jüngsten Erfolge von Spielern, die auf einen langen Putter zurückgreifen. So spielten vier der letzten sechs Major-Sieger ein solches Modell: Scott (2013 Masters), Els (2012 British Open), Webb Simpson (2012 U.S. Open) und Keegan Bradley (2011 PGA Championship). Der Australier Scott hatte nach seinem Triumph in Augusta im April gesagt: "Es gibt keinen Grund, diese Putter zu verbieten."
Das sahen die Regelhüter anders. Sie wollten möglicherweise mit ihrer Entscheidung auch verhindern, dass immer mehr Jugendliche zum Long Putter greifen. So wie etwa der 14 Jahre alte Chinese Guan Tianliang, der im vergangenen Monat als jüngster Masters-Teilnehmer der Geschichte ebenfalls einen solchen Putter in der Tasche hatte.