Golf: Langer gewinnt die Dutch Open - DER SPIEGEL
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Golf Langer gewinnt die Dutch Open

Erstmals seit 1997 hat Bernhard Langer wieder einen Turniersieg einfahren können. In Holland gewann der 43-Jährige nach hartem Kampf im Playoff und konnte damit einen großen Schritt Richtung Ryder Cup machen.
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Noordwijk - Bernhard Langer hat zum dritten Mal nach 1984 und 1992 die Dutch Open gewonnen und damit nach mehr als dreieinhalb Jahren Durststrecke wieder einen Turniersieg feiern dürfen. Der Anhausener setzte sich am Sonntag am ersten Extra-Loch des Stechens gegen den Engländer Warren Bennett durch. Beide Spieler hatten nach vier Runden 269 Schläge auf ihrem Konto. Langer, der über vier Tage Runden von 69, 67, 67 und 66 Schlägen zustande brachte, spielte das erste Playoff-Loch mit einem Par, Bennett unterlief ein Bogey nach drei Putts. Für Langer war es der weltweit 64. Erfolg und der erste seit dem 16. November 1997, als er das Argentina Masters in Buenos Aires gewann. Als Lohn kassierte der zweimalige US-Masterssieger eine Prämie von 586.749 Mark. Der 29-jährige Bennett musste sich mit 391.166 Mark trösten. Dritter wurde mit 273 Schlägen der Spanier Miguel Angel Jimenez.

Sprung auf Platz sieben der Ryder-Cup-Wertung


Mit seinem Sieg auf dem Links-Kurs in der holländischen Dünenlandschaft macht Langer nun in der Ryder-Cup-Wertung einen großen Sprung nach vorne, denn für den Sieg bei der Dutch Open gab es neben dem Preisgeld auch 300.000 Punkte für die europäische Ryder-Cup-Wertung. Vor der Veranstaltung in Noordwijk lag Langer an 14. Stelle, nach seinem Sieg verbesserte er bis auf den siebten Rang. Die ersten Zehn der Tabelle rücken automatisch in das europäische Team für den Kontinental-Vergleich gegen die besten zwölf Golfer der USA, zwei Wildcards verteilt zudem Europas Kapitän Sam Torrance zusätzlich. "Durch diesen Sieg habe ich mich für meine zehnte Ryder Cup-Teilnahme endgültig empfohlen", sagte der bescheidene Langer zum Saisonhöhepunkt im September im englischen The Belfry in der Nähe von Birmingham.

Nervenstark im Playoff


Langer lieferte gegen den jungen Engländer, mit der am letzten Tag in einem Flight spielten, einen bravourösen Kampf. Ähnlich wie vor einen Woche bei der British Open spielte der 43-Jährige zehn Pars in Folge, ehe er mit einem Eagle an dem elften Loch (Par 5) eine erste Inspiration zeigte. Bis dahin hatte sich Bennett schon ein Polster von zwei Schlägen Vorsprung gegenüber Langer heraus gearbeitet, doch mit drei Birdies in Folge auf 15., 16. und 17. Bahn zog der Anhausener gleich. Auf dem ersten Playoff-Loch genügte Langer ein sicheres Par, ehe Bennett, obwohl zum Birdie liegend, Nerven zeigte und aus fünf Metern drei Schläge benötigte.

"Ich bin sehr zufrieden darüber, dass ich mein bestes Golf auf den letzten Löchern gespielt habe", sagte Langer anschließend. Es zeigt mir, dass ich gute Schläge auch unter dem höchsten Druck zustanden bringe." Über die zehnte Ryder-Cup-Teilnahme, die jetzt so gut wie fest steht, freute sich der erst in diesem Jahr in der "Hall of Fame" der Golfer gewählte Langer ganz besonders. "Sam Torrance hat mir schon gratuliert und gesagt, dass er heilfroh sei, dass ich es geschafft habe, denn jetzt muss er bei den Wildcards etwas weniger grübeln", so Langer.

"Er hat wie ein Champion gespielt"


Auch der geschlagene Bennett zollte dem 14 Jahre älteren Langer Respekt. "Ich freue mich für Bernhard und bin mir sicher, dass er eine Stütze für das Ryder-Cup-Team sein wird", so der Engländer. "Er hat wie ein Champion gespielt, so wie er das schon seit 20 Jahren macht. Ich hatte zwei Schläge Vorsprung, aber er hat wirklich phantastisch gespielt und wichtige Putts gelocht. Es war großartig mit ihm zu spielen."

Die anderen deutschen Spieler hatten mit dem Turnierausgang nichts zu tun. Sven Strüver (Hamburg), Tobias Dier (Nürnberg), Erol Simsek (Syke) und Thomas Gögele (Semlin) waren bereits am Cut gescheitert.