Golf-Masters: Außenseiter düpiert Woods und Co. - DER SPIEGEL
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Golf-Masters Außenseiter düpiert Woods und Co.

Die Wettanbieter hatten ihn nicht wirklich auf der Rechnung. Die Quote für einen Sieg von Zach Johnson beim Golf-Masters in Augusta lag bei 60:1. Doch wer auf den Außenseiter gesetzt hat, darf sich nun über viel Geld freuen. Tiger Woods' Aufholjagd blieb erfolglos.
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Augusta - Johnson benötigte für die vier Runden auf dem Par-72-Kurs in Augusta insgesamt 289 (71+73+76+69) Schläge und ließ bei der 71. Auflage des Golf-Masters die beiden Südafrikaner Retief Goosen (76+76+70+69) und Rory Sabbatini (73+76+73+69) sowie seinen US-Landsmann und Topfavoriten Tiger Woods (73+74+72+72) hinter sich. Das Trio verbuchte jeweils 291 Schläge und blieb auf den schweren Bahnen damit ebenso über dem Platzstandard wie Johnson, der mit rund 976.000 Euro das höchste Preisgeld seiner Karriere kassierte.

Völlig überraschend kam deshalb der Sieg des tief religiösen 31-jährigen beim ersten Major des Jahres auf dem Kurs an der legendären Magnolia Lane in Augusta/Georgia. Mit herausragender Gelassenheit ließ er trotz eines Bogeys am vorletzten Grün den Rivalen um Woods und Goosen keine Chance.

"Ich habe meine Runde an zwei von vier Tagen mit zwei Bogeys beendet. Das kann ich nicht allein auf die Kälte und den Wind schieben. Wer so spielt, darf nicht den Sieg bei einem Major-Turnier erwarten", sagte ein enttäuschter Woods. Johnson, der bis dato erst ein Turnier auf der US-Tour gewonnen hatte und vor sechs Jahren noch als Zuschauer eine Eintrittskarte für das Masters löste, erklärte unterdessen: "Es ist Ostern. Gott hat mich auf jedem Schritt begleitet. Ich habe ihn gefühlt."

Stuart Appleby, der nach drei Runden noch in Führung gelegen hatte, verpasste es aufgrund von 75 Schlägen für die abschließenden 18 Löcher dagegen, als erster Australier beim Masters zu triumphieren und beendete das Turnier auf dem siebten Platz (293).

Titelverteidiger Phil Mickelson aus den USA belegte mit 299 (76+73+73+77) Schlägen den 24. Platz. Der Anhausener Bernhard Langer, einziger Deutscher im 96-köpfigen Teilnehmerfeld, war nach zwei Runden am Cut gescheitert.

mt/sid/dpa