Golf: Simsek im Aufwind - DER SPIEGEL
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Golf Simsek im Aufwind

Während gestandene Ryder-Cup-Spieler wie der Engländer Lee Westwood bei der "Great North Open" am Cut scheiterten, darf der einzige deutsche Teilnehmer, Erol Simsek, am Wochenende weiterspielen.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Newcastle - Erol Simsek hat sich bei der englischen "Great North Open" für die letzten 36 Löcher qualifiziert. Der 30-jährige Tour-Neuling aus Syke, einziger Deutscher unter den 144 Teilnehmern, konnte sich am Freitag auf dem Par 72-Kurs von Slaley Hall nach 143 (74+69) Schlägen vom 53. auf den 31. Rang verbessern. Drei Bogeys standen am Ende sechs Birdies gegenüber, und sollte Simsek am Wochenende nachlegen können, darf der Sohn eines türkischen Gastarbeiters darauf hoffen, sich in der Geldrangsliste weiter nach vorne zu arbeiten. Mit bisher 79.764,46 erspielten Euros liegt Simsek derzeit an 107. Stelle der Volvo Order of Merit. Die ersten 115 Spieler dieser Rangliste erhalten für die kommende Saison automatisch die Berechtigung, weiter an der European Tour teilzunehmen. Simsek hat dies zu seinem Saisonziel erklärt.

Der Schotte Andrew Coltart (68+68) und Bradley Dredge aus Wales (69+67) haben nach zwei von insgesamt vier zu spielenden Runden mit je 136 Schlägen gemeinsam die Führung bei der Veranstaltung in der Nähe von Newcastle vor dem Engländer Paul Casey 137 (71+66). Der Australier Richard Green verbesserte mit 64 den Platzrekord um einen Schlag, rangierte mit 139 (75+64) zunächst aber erst an 6. Stelle.

Die Überraschung der Veranstaltung lieferte der favorisierte englische Titelverteidiger Lee Westwood, denn der derzeitige Weltranglisten-Fünfte und letztjährige Ranglisten-Erste Europas verpasste nach enttäuschenden 155 (81+74) Schlägen den Cut gleich um 9 Schläge und schied als 133. vorzeitig aus. Der Gewinner dieser für die Europa-Tour-Rangliste gewerteten "Great North Open" kassiert rund 425.000 Mark von umgerechnet 2,5 Millionen Mark (1,28 Millionen Euro) Preisgeldern.