Golf: Tiger Woods dominiert im Nebel - DER SPIEGEL
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Golf Tiger Woods dominiert im Nebel

Golf-Superstar Tiger Woods hat sich gleich am ersten Tag der US Open an die Spitze gesetzt. Die Hälfte der Spieler konnte ihre Runde allerdings wegen dichten Nebels nicht beenden.
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Pebble Beach - Der amerikanische Weltranglistenerste Woods überzeugte am Donnerstag auf dem Par-71-Kurs im kalifornischen Pebble Beach mit einer 65er Runde. So gut hatte noch keiner die Open auf diesem Kurs begonnen.

Ob Woods, der seinen ersten US-Open-Erfolg anstrebt, tatsächlich bester Spieler des ersten Tages war, musste allerdings offen bleiben. Kurz vor 16.00 Uhr wurde der mit 4,5 Millionen Dollar dotierte Wettbewerb wegen Nebels abgebrochen. Zu diesem Zeitpunkt waren noch 75 der insgesamt 156 Spieler auf der Anlage direkt am Pazifik unterwegs. Unter ihnen war auch der einzige Deutsche, Bernhard Langer.

Der Anhausener hatte zu diesem Zeitpunkt sechs Löcher gespielt und lag nach einem Bogey am zweiten Loch einen Schlag über Par. Masters-Gewinner Vijay Singh (Fiji) liegt bei bislang sieben gespielten Löchern auf Par-Kurs. Die "Nachsitzer" müssen am Freitag ihre erste Runde zu Ende spielen, ehe sie am Nachmittag zur zweiten Runde antreten können.

Die besten Chancen, Woods noch vom ersten Rang zu verdrängen, hat Nick Faldo. Der Engländer liegt nach 11 Löchern mit vier Schlägen unter Par. Vorläufiger Zweiter nach Abschluss der kompletten Runde ist der Spanier Miguel Angel Jimenez mit 66 Schlägen. "Mir hat der Nebel nichts ausgemacht. Dadurch können wir wenigstens ohne zu schwitzen spielen. Die Sonne hier ist wahnsinnig stark", meinte der Europäer. Dritter ist John Houston (USA) mit 67 Schlägen.

"Der Tiger hat wieder unglaublich gespielt", befand der Amerikaner Tom Lehman voller Bewunderung. Der Seriensieger leistete sich nicht einen Bogey und schaffte sechs Birdies. Vor dem ersten Abschlag hatte Woods allerdings kein gutes Gefühl. "Ich fühlte mich mies. Beim Einspielen kam kaum ein Schlag wie gewünscht. Ich befürchtete Schlimmes", erzählte Woods, der mit bewundernswertem Selbstbewusstsein den nächsten Tagen entgegensieht.

"Es ist besser von vorn zu spielen als aus der Verfolgerrolle. Für mich ist das ideal", sagte der farbige Topfavorit, der sich mit seiner Ignoranz am Vortag beim Gedenken an Payne Stewart keine Freunde gemacht hat. Während 40 Golfprofis nach 21 Salutschüssen ihren Ball in die Carmel Bay schlugen, trainierten Woods und sein Freund Mark O'Meara (USA) in unmittelbarer Nähe. Titelverteidiger Stewart war vier Monate nach seinem Triumph bei den US Open am 25. Oktober vorigen Jahres beim Absturz seines Privatjets ums Leben gekommen.