Golf: Tiger Woods tritt in Streik - DER SPIEGEL
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Golf Tiger Woods tritt in Streik

Die streikenden Werbeschauspieler in den USA haben prominente Unterstützung bekommen: Golfstar Tiger Woods hat es ablehnt, für den Sportartikelhersteller Nike einen Werbespot zu drehen.
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Los Angeles - Der beste Golfer der Welt hat sich mit den 100.000 Schauspielern aus Werbefilmen solidarisiert, mit deren Hilfe Waschpulver, Kaffee oder Tempotaschentücher an den Kunden gebracht werden. Er weigerte sich am Dienstag, einen Werbefilm zu drehen. Die Schauspielergewerkschaft SAG begrüßte Woods' Handeln: "Wir sind sehr dankbar für die Unterstützung durch einen internationalen Superstar." Woods befindet sich gerade in Verhandlungen mit Nike, in denen es für ihn um 80 bis 90 Millionen Dollar in den nächsten fünf Jahren geht. Für die vielen meist namenlosen Werbeschauspielern hingegen geht es dagegen um 50 bis 120 Dollar für jede Ausstrahlung eines Werbespots im Kabelfernsehen.

Vor zwei Jahren hatte Woods schon einen Spot mit Nike gedreht, in dem er einen Golfball rund 50-mal mit einem Wedge vor und hinter dem Rücken jonglierte, ehe er ihn in Baseballmanier wegdrosch. Der Werbefilm erregte damals großes Aufsehen in den USA.

Die Schauspieler verlangen die Einführung dieser "Pay-per-play"-Gebühr, wie sie bei den großen US-Sendern bereits seit den sechziger Jahren üblich ist. Im inzwischen gleich großen Kabelmarkt bekommen sie nur alle 13 Wochen eine Pauschale von 1000 Dollar.

Die Mitgliedschaft in der Schauspielergewerkschaft ist in den USA für jeden obligatorisch, der in mehr als einem Werbespot auftritt. Der Ausstand der Werbeschauspieler begann am Montag. Zuletzt hatte in Hollywood 1988 der Verband der Drehbuchautoren gestreikt. Der 22-wöchige Ausstand verursachte in der Filmindustrie Verluste in Höhe von 500 Millionen Dollar (1,1 Milliarden Mark).