Golf Vijay Singh wieder Nummer eins
Orlando - Mit seinem zweiten Platz bei der Bay Hill Invitational in Orlando (Florida) übernahm Singh in der Weltrangliste wieder den Spitzenplatz vor Woods. Doch der Ärger über einen verpassten Turniersieg überwog bei Singh, der nach Runden von 72, 68, 69 und 69 Schlägen Zweiter hinter dem US-Amerikaner Kenny Perry (276-70, 68, 68, 70) wurde. Am 17. Loch der letzten Runde hatte Singh mit Perry gleich gezogen, doch sein Annäherungsschlag zum 18. Grün landete im Wasser. Schlaggleich mit Singh teilte sich der Nordire Graeme McDowell den zweiten Platz. Vierter wurde der Südafrikaner Retief Goosen.
Singh (Fidschi) haderte anschließend mit seinem Pech. "Ich wollte gewinnen, habe aber den falschen Schläger gewählt. Es war ein aggressiver Schlag, und mit dem richtigen Wind hätte ich es auch geschafft. Die Weltrangliste ist ein schwacher Trost", ärgerte sich der 42-Jährige. Erst vor einer Woche war er im Stechen bei der Honda Classic an dem Iren Padraig Harrington gescheitert.
"Ich danke Vijay für dieses Geschenk"
Aufatmen konnte dagegen Perry, der nach einer Durststrecke in der vergangenen Saison seinen achten Triumph auf der US-Tour feiern durfte. Der 44-Jährige wurde dafür mit einem Siegerscheck von 900.000 Dollar und bekam zusätzlich von Turnierveranstalter Arnold Palmer ein Schwert überreicht. Trotz der Bewaffnung war Perry die Erleichterung über Singhs ungewöhnlichen Fehler anzumerken. "Ich danke Vijay für dieses Geschenk", sagte Perry. "Ich war ziemlich überrascht, denn als ich den Ball in der Luft verfolgte, glaubte ich nicht, dass er zu kurz sein würde."
Vier Löcher vor Schluss führte Perry noch mit drei Schlägen, doch zwei Birdies in Folge von Singh und ein Bogey von Perry am 17. Loch bedeuteten Gleichstand. "Vijay hat mir den ganzen Tag eingeheizt, ich konnte ihn einfach nicht abschütteln", so Perry. Nach Singhs Fehler hatte der amerikanische Ryder-Cup-Spieler leichtes Spiel und brachte sein Par sicher nach Hause.
Zerknirschter Woods
Tiger Woods hatte mit Ausgang des Turniers nichts zu tun. Nach den ersten beiden Runden lag er nur drei Schläge hinter der Spitze, doch Runden von 74 und 72 Schlägen ließen Woods mit einer Gesamtschlagzahl von 287 (71, 70, 74, 72) auf Rang 23 abrutschen. "Es war eine frustrierende Woche", gab Woods anschließend zerknirscht zu, "ich habe es einfach nicht drauf gehabt. Ich habe nicht gut geputtet und den Ball nicht besonders gut getroffen."
Bernhard Langer spielte bei dem Turnier in seiner Wahlheimat Orlando ebenso keine Rolle. Mit 293 Schlägen (70, 74, 75, 74) belegte der 47-Jährige den geteilten 52. Platz und musste sich mit 11.600 Dollar trösten. Der Münchner Alex Cejka hatte mit 150 Schlägen den Cut nach zwei Runden um zwei Schläge verpasst.