Hammerwerferin Betty Heidler bei der Leichtathletik-WM ausgeschieden - DER SPIEGEL
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Leichtathletik-WM Hammerwerferin Heidler ist ausgeschieden

Große Enttäuschung für Weltrekordlerin Betty Heidler: Die deutsche Hammerwerferin ist bei der Leichtathletik-WM überraschend ausgeschieden. Das Finale am Freitag findet gänzlich ohne deutsche Beteiligung statt. Erfolgreicher lief es für die Weitspringer des DLV.
Hammerwerferin Heidler: Aus bei der WM
Hammerwerferin Heidler: Aus bei der WM

Hammerwerferin Heidler: Aus bei der WM

Foto: Bernd Thissen/ dpa
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Hamburg - Hammerwerferin Betty Heidler ist bei der Leichtathletik-Weltmeisterschaft in Moskau überraschend ausgeschieden. Die Weltrekordlerin aus Frankfurt am Main kam in der Qualifikation nicht über enttäuschende 68,83 Meter hinaus. Auch Heidlers Trainingspartnerin Kathrin Klaas scheiterte mit 68,34 Metern. Damit findet das Finale am Freitag ohne deutsche Beteiligung statt (17 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE; TV: ARD und Eurosport).

Heidler war nach ihrem vorzeitigen Aus in der Qualifikation sichtlich genervt. "Die Technik war nicht das, was man für ein Finale einer Weltmeisterschaft liefern muss", sagte die 29-jährige, die in Moskau eigentlich wieder eine Medaille holen wollte: "Jetzt ist die Arbeit eines ganzen Jahres dahin."

Heidler hatte 2007 WM-Gold sowie 2009 und 2011 jeweils WM-Silber gewonnen. Im vergangenen Jahr hatte sie bei den Olympischen Spielen nach einer langen Zitterpartie wegen eines Kampfrichter-Fehlers Bronze geholt. Bereits bei der EM in Helsinki 2012 war Heidler in der Qualifikation gescheitert.

Weiter sind die Top-Favoritinnen: Olympiasiegerin Tatjana Lysenko aus Russland (74,60 Meter), die Olympiazweite Anita Wlodarczyk aus Polen (76,18 Meter) und Zhang Wenxiu aus China (75,15 Meter) haben wohl die größten Chancen auf den Sieg.

Die Weitspringer Christian Reif und Sebastian Bayer haben dagegen das Finale erreicht. Reif erzielte mit 8,09 Metern die viertbeste Weite. Der amtierende Europameister Bayer überstand mit 7,95 Metern als Zehnter diesen Wettkampf. Der deutsche Überraschungsmeister Alyn Camara scheiterte in der Qualifikation für den Endkampf der besten Zwölf am Freitag ab 17.30 Uhr deutscher Zeit. Seine Saisonbestleistung von 8, 29 Metern konnte er bei Weitem nicht erreichen, schied mit 7, 77 Metern aus. Auch Olympiasieger Greg Rutherford aus Großbritannien (7,87 Meter) scheiterte in der Qualifikation.

Carsten Schlangen und Homiyu Tesfaye haben das Halbfinale über 1500 Meter erreicht. Schlangen, Vize-Europameister von 2010, kam in seinem Vorlauf nach 3:40,31 Minuten auf Platz fünf und qualifizierte sich wie Tesfaye direkt für die nächste Runde. Der gebürtige Äthiopier lief 3:38,66 Minuten. Titelverteidiger und Top-Favorit Asbel Kiprop aus Kenia erreichte in 3:38,15 Minuten locker das Halbfinale.

Robert Heffernan hat über 50 Kilometer Gehen für eine Überraschung gesorgt und für Irland das erste Gold in dieser Disziplin gewonnen. Der 35-Jährige verwies in der Jahresweltbestleistung von 3:37:56 Stunden den Russen Michael Ryschow (3:38:58) auf Platz zwei. Bronze sicherte sich der Australier Jared Tallent (3:40:03). Christopher Linke aus Potsdam hatte nach seinem neunten Platz über die 20 Kilometer auf einen Start verzichtet.

ken/sid/dpa

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