Handball-WM: DHB-Auswahl besiegt Argentinien und ist weiter - DER SPIEGEL
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kicker.tv

Sieg gegen Argentinien Deutschlands Handballer im WM-Achtelfinale

Die Erfolgsstory der deutschen Handball-Nationalmannschaft geht weiter. Dank eines Sieges gegen Argentinien steht das Team im Achtelfinale und hat nun sehr gute Chancen auf den Gruppensieg.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Hamburg - Die deutschen Handballer stehen bei der Weltmeisterschaft in Katar im Achtelfinale. Gegen Argentinien siegte die Mannschaft von Bundestrainer Dagur Sigurdsson 28:23 (13:14) und feierte den dritten Sieg im vierten Spiel, dazu gab es ein Unentschieden gegen Dänemark. Gewinnt die Auswahl des Deutschen Handball-Bundes (DHB) am Samstag (17 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE) auch gegen Saudi-Arabien, zieht sie als Gruppenerster in die K.o.-Runde ein.

"Ich ziehe den Hut vor meinen Jungs. Das war ein hartes Stück Arbeit", sagte Sigurdsson beim Bezahlsender Sky: "Wir hatten schon drei schwere Spiele in kurzer Zeit hinter uns. Das war schwer für den Körper und für den Kopf."

Gegen Argentinien begann sein Team ordentlich, Kreisläufer Patrick Wiencek sorgte in der 8. Minute für die erste Zwei-Tore-Führung des DHB-Teams (5:3). Im Tor verhinderte Keeper Carsten Lichtlein zunächst ein ums andere Mal argentinische Treffer. Doch die Südamerikaner ließen sich einfach nicht abschütteln und kämpften sich in die Partie. Federico Pizarro glich sowohl zum 7:7 (16.) als auch zum 11:11 (24.) aus.

Wenn Deutschland die Möglichkeit hatte, sich abzusetzen, leistete sich das Team häufig Fehler und Ballverluste. Die Mannschaft von Trainer Sigurdsson bekam einfach keine Ruhe in ihr Spiel und geriet trotz Überzahl 12:13 in Rückstand (26.). Beim Stand von 13:14 aus deutscher Sicht hatte Rechtsaußen Patrick Groetzki wenige Sekunden vor der Halbzeit die Möglichkeit zum Ausgleich, vergab jedoch.

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Deutschland gegen Argentinien: Kampf und Krampf gegen die Gauchos

Foto: Christof Koepsel/ Bongarts/Getty Images

Nach dem Seitenwechsel zeigte sich das deutsche Team klar verbessert. Drei Lichtlein-Paraden und Tore von Steffen Weinhold sowie Paul Drux sorgten für eine 15:14-Führung für Deutschland. Argentinien blieb wieder zunächst dran, ging sogar noch einmal in Führung (19:18, 41. Minute), doch dieses Mal verlor Sigurdssons Mannschaft nicht ihre Linie.

Martin Strobel und zweimal Groetzki sorgten dafür, dass Deutschland zwischen der 44. und 46. Minute aus einem 19:19 ein 22:19 machte. Auch zwei Treffer der Argentinier zum 22:21 konnten das DHB-Team nicht aus dem Konzept bringen. Dabei entwickelte sich Lichtlein zum Matchwinner, der fast jeden zweiten argentinischen Angriff entschärfte.

In der Schlussphase fehlte Argentinien die Kraft, um noch einmal zurück zu kommen. Deutschland setzte sich immer weiter ab und siegte am Ende souverän. Bester Werfer war Groetzki mit sieben Toren.

Deutschland - Argentinien 28:23 (13:14)
Deutschland: Lichtlein, Heinevetter - Groetzki (7), Wiencek (5), Strobel (5), Weinhold (3), Drux (3), Müller (2), Gensheimer (2/1), Kraus (1), Kneer, Schöngarth, Pekeler, Sellin, Böhm, Schmidt
Argentinien: Schulz, Garcia - Fernandez F. (6/2), Vieyra (5), Pizarro (5/1), Simonet S. (3), Fernandez J. (2), Simonet D. (1), Querin (1)
Zeitstrafen: 12:12 Minuten
Siebenmeter: 1/1:3/5
Schiedsrichter: Gatelis/Mazeika (Litauen)
Zuschauer: 3750

Die anderen WM-Spiele des Tages

Deutschlands Verfolger in der Gruppe D setzten sich ebenfalls durch. Dänemark gewann 31:28 (16:8) gegen Russland, Polen besiegte Saudi-Arabien 32:13 (17:6). Damit hat die DHB-Auswahl einen Punkt mehr als Dänemark und Polen und muss daher gegen Saudi-Arabien gewinnen, um aus eigener Kraft Platz eins zu verteidigen.

In der Gruppe C musste Schweden beim 25:25 (10:10) gegen Ägypten einen Rückschlag hinnehmen. Die Skandinavier haben als Erster nun sieben Punkte, ebenso wie Verfolger Frankreich, der 32:26 (19:12) gegen Algerien gewann. Außerdem siegte Tschechien 36:25 (21:11) gegen Island, das derzeit Vierter ist. Sollte Deutschland Erster in der Gruppe D werden, spielt das Team gegen den Vierten der Gruppe C.

ham/sid/dpa