Handball-EM: Dämpfer fürs deutsche Team - DER SPIEGEL
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Handball-EM Dämpfer fürs deutsche Team

Schwacher Vorrunden-Abschluss: Deutschlands Handballer mussten gegen Spanien die erste Turnier-Niederlage hinnehmen. Einer ausgeglichenen ersten Halbzeit folgte die entscheidende Schwächephase zu Beginn der zweiten. Auch die Torhüter konnten ihrem Team nicht helfen.
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Hamburg - Das deutliche 22:30 (12:12) im abschließenden Gruppenspiel gegen Spanien ändert nichts am Einzug der deutschen Nationalmannschaft in die Hauptrunde, verschlechtert jedoch die Ausgangsposition im Kampf um das Halbfinale. "Wir waren die schwächere Mannschaft über das gesamte Spiel", bilanzierte Bundestrainer Heiner Brand nach der Partie. In der nächsten Turnierphase spielt Deutschland ab Dienstag gegen Titelverteidiger Frankreich, Schweden und Island.

Nach einer Viertelstunde hatte sich das deutsche Team erstmals absetzen können (8:5). Doch die Spanier glichen, auch bedingt durch eine Zwei-Minuten-Strafe gegen Abwehrchef Oliver Roggisch, innerhalb von vier Minuten wieder aus. Zwischen der 15. und 21. Minute gelangen den Spaniern sogar fünf Treffer bei nur einem auf Seiten Deutschlands. "Spielerisch hat mir das heute gar nicht gefallen", sagte Brand. "Wir haben uns viel zu wenig bewegt. Aber so ein Spiel kommt bei einem Turnier immer vor, wenn auch nicht oft in dieser Höhe."

Auffälligste deutsche Spieler der ersten Halbzeit waren vor 3338 Zuschauern Kreisläufer Andrej Klimovets, der vier Treffer erzielen konnte und Rechtsaußen Florian Kehrmann, der ebenfalls vier Mal den spanischen Torhüter überwand. Der von ihm erzielte Treffer zum 12:12-Halbzeitstand war sein insgesamt 750. Treffer im 205. Länderspiel für die deutsche Nationalmannschaft.

Enttäuschend agierte der deutsche Rückraum in den ersten 30 Minuten. Der Halblinke Pascal Hens konnte keinen seiner fünf Wurfversuche verwandeln, der Kieler Christian Zeitz auf der Position im rechten Rückraum erzielte einen Treffer, schoss aber auch mehrere Fahrkarten in der von ihm bekannten wilden Manier und musste nach 20 Minuten dem Nordhorner Holger Glandorf weichen.

Im Tor begann Brand die Partie wieder mit Henning Fritz. "Jogi Bitter hat gestern eine Menge an Substanz gelassen, deswegen soll er heute eine Pause bekommen", begründete der Bundestrainer den erneuten Wechsel zwischen den Pfosten. Fritz konnte jedoch in der gesamten Partie nicht überzeugen. Auch Bitter, der die letzten zehn Minuten eingesetzt wurde, konnte nicht an seine gestrige Leistung anknüpfen.

Einen schwachen Start erwischte das deutsche Team in die zweite Hälfte, konnte in den ersten acht Minuten nur einen Treffer durch Glandorf erzielen, während Spanien auf 17:13 davonzog. Nachdem erneut Glandorf (kam insgesamt auf vier Tore) zum 14:17 getroffen hatte, kam Deutschland erst in der 46. Minute zum dritten Treffer der zweiten Halbzeit (15:20). "Da haben wir katastrophal gespielt", sagte Glandorf. Immer wieder kamen die Spanier in dieser Schwächephase der deutschen Spieler nach Fehlpässen und technischen Fehlern zu einfachen Tempogegenstoß-Toren und konnten so ihren Vorsprung weiter ausbauen und den ungefährdeten Sieg gegen den Weltmeister einfahren.

fsc

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