Handball-EM Deutsche Frauen enttäuschen
Hamburg - Die Siegesserie der deutschen Handballerinnen bei der Handball-EM in Mazedonien ist vorerst beendet. Die bereits zuvor für das Halbfinale qualifizierte Mannschaft von Bundestrainer Armin Emrich kam gegen Weißrussland im zweiten Hauptrundenspiel nicht über ein 28:28 (13:14) hinaus und zeigte zwei Tage nach der Gala-Vorstellung gegen Schweden (33:22) eine über weite Strecken schwache und unkonzentrierte Leistung. Beste Werferin des WM-Dritten war Sabrina Neukamp mit sechs Toren.
Nationalspielerin Nadine Krause (r.): Schwache Vorstellung gegen Weißrussland
Foto: DPAIm abschließenden Spiel der Hauptrunde geht es am Donnerstag für die Auswahl des Deutschen Handball-Bundes (DHB) gegen den ebenfalls qualifizierten Weltmeister Russland nur noch um den Gruppensieg. Dafür muss das deutsche Team aber gewinnen. Emrich musste vor lediglich 500 Zuschauern in Skopje auf die bisher überragende Torfrau Clara Woltering und Kreisläuferin Anja Althaus verzichten. Zudem gönnte der Bundestrainer einigen Stammspielerinnen - wie der zuletzt stark auftretenden Nürnbergerin Sara Walzik - eine Pause.
Dafür gab die ehemalige Welthandballerin Nadine Krause nach überstandener Schädelprellung ab der 20. Minute ihr Comeback im Angriff. Der EM-Vierte begann nervös und leistete sich im Angriffsspiel viele technische Fehler. Nach den Blitzstarts in den vergangenen Spielen gegen Kroatien und Schweden musste die deutsche Auswahl sofort einem Rückstand hinterlaufen (3:5/10. Minute).
Das deutsche Spiel wurde auch mit zunehmender Dauer in der ersten Halbzeit nicht besser. Ersatztorhüterin Jana Krause zeigte zwar keine schlechte Leistung, doch die Abwehr ging nicht aggressiv genug zu Werke und erkämpfte zu wenig Bälle. Zudem war die Chancenverwertung im Angriff nicht optimal, Möglichkeiten zu Tempogegenstößen wurden nicht konsequent genutzt. Nach dem Wechsel ersetzte Sabine Englert die Nürnbergerin Krause im Tor, doch der Rückstand blieb zunächst bestehen (16:19/40. ). Als beim Gegner etwas die Kräfte schwanden, gelang der DHB-Auswahl zwölf Minuten vor dem Ende nach langer Zeit der Ausgleich (22:22). Doch für den fünften Sieg im fünften Spiel reichte es nicht.