Handball-EM: Deutschland stürmt ins Finale - DER SPIEGEL
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Handball-EM Deutschland stürmt ins Finale

Für die deutsche Handball-Nationalmannschaft ist ein Traum wahr geworden. Nach dem Halbfinalsieg gegen Dänemark kämpft die DHB-Auswahl bei der EM in Schweden um die Goldmedaille.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Stockholm - Deutschland setzte sich am Samstagabend mit 28:23 (13:12) gegen Dänemark durch. Im Finale am Sonntag (18 Uhr) trifft die Mannschaft von Bundestrainer Heiner Brand auf Gastgeber Schweden, gegen den Deutschland bislang 32 von 80 Begegnungen gewinnen konnte, aber auch schon 39-mal verlor.

Titelverteidiger Schweden hatte im ersten Halbfinale vor 14.000 Zuschauern in der ausverkauften Stockholmer Globen-Arena Island mit 33:22 (14:12) besiegt und zum dritten Mal in Folge das EM-Endspiel erreicht.

Größter Erfolg seit WM-Titel 1978

Deutschland, das erstmals bei einer Europameisterschaft um den Titel spielt und mit dem Erreichen des Endspiels den größten Erfolg seit dem WM-Titel 1978 feiern konnte, hatte schnell mit 3:0 geführt. Dann drehten die Dänen jedoch auf und gestalteten das Spiel offen.

Erst im Laufe der zweiten Halbzeit fand das DHB-Team wieder zur guten Anfangsform zurück und baute den Vorsprung kontinuierlich bis auf fünf Tore aus. Von 17:17 (41.) zog Deutschland auf 22:17 (47.) davon. Für die mit vier Bundesliga-Profis der SG Flensburg angetretenen Dänen war die Niederlage gegen Deutschland die erste Pleite im Turnierverlauf.

Rückkehrer Zerbe machte Sieg perfekt

Der reaktivierte Lemgoer Volker Zerbe und dessen Vereinskollege Markus Baur waren mit jeweils sieben Toren die erfolgreichsten deutschen Werfer. Mit dem Final-Einzug schaffte das Brand-Team auch die direkte Qualifikation für die Weltmeisterschaft 2003 in Portugal. Der EM-Sieger erhält zusätzlich noch eine Prämie von 40.000 Euro.

Vor den beiden Semifinal-Begegnungen hatte sich Spanien den siebten Platz gesichert. Der Olympia-Dritte gewann das Platzierungsspiel gegen Tschechien mit 36:29 (17:14). Elfter wurde die Ukraine mit einem 34:29 (20:14)-Sieg gegen Slowenien.