Handball-EM: Deutschland zieht ins Finale ein - DER SPIEGEL
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Handball-EM Deutschland zieht ins Finale ein

Bei der Handball-EM in Slowenien hat sich die deutschen Nationalmannschaft in einem hart umkämpften Halbfinale gegen Dänemark durchsetzen können. Im Finale trifft die DHB-Auswahl nun auf Gastgeber Slowenien, das im zweiten Semifale die favorisierten Kroaten bezwingen konnte.
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Ljubljana - Mit unbändigem Kampf und riesigem Einsatz sind die deutschen Handballer bei der Europameisterschaft in Slowenien ins Endspiel eingezogen. Der EM- und WM-Zweite der vergangenen Jahre feierte am Samstag im Halbfinale von Ljubljana einen 22:20 (11:11)-Arbeitssieg gegen Dänemark. Vor rund 6500 Zuschauern in der Halle Tivoli waren Torhüter Henning Fritz (Kiel) sowie Jan-Olaf Immel (Wallau-Massenheim/7) und Volker Zerbe (Lemgo/6) die herausragenden deutschen Akteure. Im Finale trifft die DHB-Auswahl am Sonntag (17.30 Uhr) auf Slowenien. Das Team der EM-Gastgeber besiegte im zweiten Halbfinale Weltmeister Kroatien mit 27:25 (15:13).

Glücklich, aber verdient


"Wir haben einen glücklichen, aber verdienten Sieg meiner Mannschaft gesehen. Grundlagen dafür waren der hervorragende Mittelblock in der Abwehr mit Zerbe und Klaus-Dieter Petersen mit einem hervorragenden Fritz dahinter und dass die Spieler, die bisher weniger zum Einsatz kamen, im Angriff Impulse gesetzt haben", analysierte Bundestrainer Heiner Brand. "Wir haben uns ins Finale gekämpft", bestätigte auch Daniel Stephan, der das entscheidende 22. Tor erzielt hatte. Fritz fügte hinzu: "Ich bin sehr froh, dass wir das Spiel gewonnen haben. Entscheidend war, dass wir an uns geglaubt haben, auch als es nicht so gut lief."

Die Dänen brachten von Beginn an Härte ins Spiel und provozierten immer wieder kleinere Rangeleien. Dadurch ließen sich die deutschen Spieler in den ersten Minuten etwas beeindrucken und lagen 2:4 (9.) zurück. "Das ist okay für ein Halbfinale. Die suchen den Körperkontakt und unsere halten eben dagegen", sagte DHB-Vize-Präsident Horst Bredemeier.

In dem vom Kampf geprägten und von der Abwehr dominierten Spiel kam die DHB-Auswahl erst in der 30. Minute beim 11:10 zu ihrer ersten Führung. Bis dahin hatten vor allem Zerbe und der erneut großartig parierende Fritz die Akzente gesetzt. Zudem erwies sich Jan-Olaf Immel (Wallau-Massenheim) als treffsicher. "Fritz ist wieder super. Mit seiner Aggressivität muss er auch die Abwehr am Leben halten", kommentierte der frühere Bundestrainer Bredemeier das Geschehen.

Überragender Zerbe


Zerbe, der auch schon vor zwei Jahren mit sieben Treffern wesentlichen Anteil am 28:23-Halbfinalerfolg hatte, lief auch in Ljubljana wieder zu großer Form auf. In der Deckung wehrte der Lemgoer zahlreiche Würfe ab, und im Angriff erzielte er mit seinem fünften Tor die 12:11-Führung (32.).

Im zweiten Durchgang musste Brand einen Teil seiner Stammspieler wegen des großen Kräfteverschleißes Pausen gönnen. Doch die Ersatzleute wie Immel, Steffen Weber (Kronau/Östringen) und Heiko Grimm (Großwallstadt) sprangen eindrucksvoll in die Bresche und hielten die Partie bis zum Ende offen.

Deutschland - Dänemark 22:20 (11:11)
Deutschland: Fritz (THW Kiel), Ramota (TBV Lemgo); Immel (7 Tore/SG Wallau-Massenheim), Zerbe (6), Schwarzer (2/beide TBV Lemgo), Grimm (2/TV Großwallstadt), Weber (2/SG Kronau-Östringen), Hens (1/HSV Hamburg), Zeitz (1/THW Kiel), Stephan (1/TBV Lemgo)
Tore für Dänemark: Jeppesen (5), Knudsen (4), Christiansen (4/2), Jörgensen (3), Stryger (3), Boldsen (1)
Zuschauer: 6500