Handball-EM: DHB-Team fühlt sich um Sieg betrogen - DER SPIEGEL
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Handball-EM DHB-Team fühlt sich um Sieg betrogen

In einer dramatischen Begegnung hat das deutsche Nationalteam gegen Frankreich in den letzten zwei Minuten eine Drei-Tore-Führung noch verspielt. Bundestrainer Heiner Brand ärgerte sich vor allem über einige Schiedsrichterentscheidungen. Aus eigener Kraft können die Brand-Schützlinge das Halbfinale nun nicht mehr erreichen.
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Koper/Slowenien - Die DHB-Auswahl erreichte am Sonntagabend zum Vorrunden-Abschluss in Koper gegen den WM-Dritten Frankreich ein 29:29 (14:13). Vor rund 2500 Zuschauern in Koper war der Lemgoer Christian Schwarzer (7) bester deutscher Torschütze. Für die Franzosen warf Nikola Karabatic (10/5) die meisten Tore.

Nach der Schlusssirene rang Brand angesichts einiger unverständlichen Schiedsrichterentscheidungen in der zweiten Hälfte um Fassung. "Entscheidend für den Ausgang des Spiels waren die Herausstellungen in der Schlussphase. Wenn die Schiedsrichter so Einfluss nehmen, weiß ich nicht, was man noch machen will. Ob das Betrug ist, weiß ich nicht, aber ich fühle mich betrogen", wetterte der Heiner Brand. In den letzten Minuten musste die deutsche Mannschaft nach Zeitstrafen für Klaus-Dieter Petersen und Volker Zerbe in 4:6-Unterzahl spielen. "Wir haben leider den Sieg ein wenig verschenkt", sagte Rückraumspieler Zerbe. Kurz vor dem Ende hatte das sehr gute deutsche Team noch mit 29:26 geführt.

In der Hauptrunde trifft der Vizeweltmeister ab Dienstag auf Gastgeber Slowenien, Ungarn und Tschechien. "Wir müssen jetzt versuchen, in der Hauptrunde alles zu gewinnen. Dann ist das Halbfinale noch drin", sagte der stark aufspielende Rückraumspieler Pascal Hens. Weil Serbien-Montenegro gegen Polen mit 38:29 gewann, nimmt das deutsche Team lediglich einen Zähler in die Hauptrunde mit, die Franzosen haben schon drei Punkte auf ihrem Konto, die Serben zwei.

Deutschland - Frankreich 29:29 (14:13)
Deutschland: Fritz (THW Kiel), Ramota (TBV Lemgo); Schwarzer (7 Tore), Kehrmann (6/beide TBV Lemgo), Hens (6), Jansen (4/beide HSV Hamburg), Baur (3/1/TBV Lemgo), Zeitz (2/THW Kiel), Zerbe (1/TBV Lemgo)
Frankreich: Ploquin, Omeyer, Lemonne - Dinart, Burdet (4), Guillaume Gille (4), Bertrand Gille (6), Anquetil (3/2), Golic (2), Girault, Karabatic (10/5), Kempe, Junillon, Abati, Cazal
Schiedsrichter: Goulao/Macau (Portugal)
Zuschauer: 2500
Strafminuten: 14 / 10