Handball: HSV steht kurz vor der ersten Meisterschaft - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Handball HSV steht kurz vor der ersten Meisterschaft

Das dürfte die Entscheidung in der Handball-Bundesliga gewesen sein: Weil der HSV in Flensburg gewann, Kiel aber zu Hause gegen die Rhein-Neckar Löwen verlor, ist Tabellenführer Hamburg vom THW kaum noch einzuholen. Eine Überraschung gab es im Playoff-Viertelfinale bei den Frauen.
HSV-Trainer Schwalb: Acht Punkte Vorsprung auf den THW Kiel
HSV-Trainer Schwalb: Acht Punkte Vorsprung auf den THW Kiel

HSV-Trainer Schwalb: Acht Punkte Vorsprung auf den THW Kiel

Foto: Joern Pollex/ Bongarts/Getty Images
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Hamburg - Handball-Bundesligist THW Kiel hat gegen die Rhein-Neckar Löwen die fünfte Saisonniederlage einstecken müssen und nur noch theoretische Chancen auf die Meisterschaft. Der Rekordmeister verlor in eigener Halle 31:33 (17:19) und hat mit nun 43:11 Punkten acht Zähler Rückstand auf den HSV Hamburg (51:3). Der Tabellenführer gewann 34:30 (15:13) bei der SG Flensburg-Handewitt und benötigt noch sieben Punkte aus den verbleibenden sieben Spielen, um erstmals den Titel nach Hamburg zu holen.

Acht Tage nach der Heimniederlage gegen den TV Großwallstadt hatten die Kieler in der von Beginn an umkämpften Partie auch gegen die Löwen große Mühe. Mit dem starken Schlussmann Slawomir Szmal im Rücken lagen die Gäste nach 19 Minuten bereits mit vier Toren in Führung. Weder die Herausnahme von Torhüter Thierry Omeyer für Andreas Palicka noch die Umstellung der Abwehr und eine frühe Auszeit von Trainer Alfred Gislason brachten die Wende vor der Pause.

Nach dem Wiederanpfiff kamen die Gastgeber zwar bis auf ein Tor (18:19) heran, doch die Löwen ließen sich nicht aus dem Konzept bringen und sind dank dieses Sieges nun punktgleich mit dem THW, der nur noch wegen des besseren Torverhältnisses auf Platz zwei steht. Beste Werfer bei den Gästen waren Zarko Sesum und Ivan Cupis mit je sechs Treffern, beim THW Filip Jicha mit sieben Toren.

HSV zeigt eine konzentrierte Leistung in Flensburg

Die Hamburger hingegen bestanden mit einer konzentrierten Leistung in der ausverkauften Campushalle. Besonders Domagoj Duvnjak, Igor Vori und Hans Lindberg unterstrichen mit je acht Treffern die Zielstrebigkeit der Mannschaft von Trainer Martin Schwalb. Nach 40 Minuten führte der HSV 23:20 und ließ sich den Sieg nicht mehr nehmen. Im dritten Spiel des Abends verlor der TuS N-Lübbecke gegen den TBV Lemgo 31:32 (14:18).

Bei den Frauen gelang dem VfL Oldenburg eine Überraschung. Im Viertelfinal-Rückspiel bei Bayer Leverkusen siegte die Mannschaft von Trainer Leszek Krowicki 27:24 (14:11), nachdem sie das Hinspiel in eigener Halle noch 27:29 verloren hatte. Damit steht Oldenburg im Playoff-Halbfinale. Um die drei anderen Plätze kämpfen der Thüringer HC gegen die HSG Blomberg-Lippe (Hinspiel 25:25), der HC Leipzig gegen den VfL Sindelfingen (25:22) und der Buxtehuder SV gegen den Frankfurter HC (22:30).

ham/sid/dpa

Mehr lesen über

Verwandte Artikel