Handball: Kiel verdirbt Lemgos Weltrekordfeier - DER SPIEGEL
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Handball Kiel verdirbt Lemgos Weltrekordfeier

Der deutsche Handball ist zwei Wochen nach dem Gewinn der olympischen Silbermedaille um ein geschichtsträchtiges Kapitel reicher. Den Sieg des THW Kiel gegen TBV Lemgo sahen mehr als 30.000 Zuschauer in der Arena "Auf Schalke".
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Schalke - Mit der Weltrekordkulisse von genau 30.925 Zuschauern stieß der Handballsport in Deutschland in neue Dimensionen vor. "Das waren in Sachen Zuschauer quasi achteinhalb Heimspiele auf einmal. Das Grinsen geht deshalb kaum noch aus meinem Gesicht", zeigte sich Lemgos Manager Fynn Holpert begeistert von der Atmosphäre. Allerdings könne ein solcher Umzug nicht zur Dauereinrichtung werden, da sich nur Spiele gegen hochkarätige Gegner finanziell lohnten.

Zudem dürften sich die Lemgoer nach der 26:31-Auftaktniederlage im Fußball-Tempel gegen den THW Kiel auch nach der heimischen Halle sehnen. Einmal mehr als Matchwinner zeichnete sich Kiels Torhüter Henning Fritz aus, der schon bei Olympia im Nationalteam eine überragende Rolle gespielt hatte. "Wir wussten, dass wir Henning hinten drin stehen haben, deshalb konnten wir locker aufspielen", meinte THW-Abwehrchef Klaus-Dieter Petersen. Großen Anteil am Erfolg der Norddeutschen hatte auch der Schwede Stefan Lövgren mit zehn Treffern.

Auf der Gegenseite musste der TBV schon ab der 16. Minute auf Regisseur Daniel Stephan verzichten, der mit einer Verletzung am Ellenbogen ausschied. Auch den anderen fünf Silbermedaillengewinnern im Lemgoer Team waren die Olympia-Strapazen noch deutlich anzumerken. Erfolgreichste Torschützen bei den Ostwestfalen waren Markus Baur (8) und Christian Schwarzer (7).

Einen neuen Fan hat der Handballsport offenbar im Manager des FC Schalke, Rudi Assauer, gefunden. "Die Schnelligkeit fasziniert mich. Allein, wenn ich sehe, wie die Spieler um die Ecke werfen - das kriegen Fußballer mit ihren Füßen so nicht hin", schwärmte er.