Handball-Champions-League Paris St. Germain scheitert an Kielce
Kielces Ivan Cupic (r.)
Foto: Marius Becker/ dpaKS Kielce hat Paris St. Germain besiegt und erstmals das Finale der Champions League erreicht. Der polnische Meister mit Europameister Tobias Reichmann setzte sich im Halbfinale des Final Four in Köln überraschend 28:26 (16:16) gegen den französischen Champion durch. Rechtsaußen Reichmann steuerte vier Tore bei, Paris reichten auch zehn Treffer des ehemaligen Welthandballers Mikkel Hansen nicht zum Sieg.
Der Endspielgegner wird im zweiten Halbfinale am Samstagabend (18 Uhr) zwischen dem deutschen Rekordmeister THW Kiel und dem ungarischen Vertreter MVM Veszprém ermittelt.
Paris wurde vor 20.000 Zuschauern seiner Favoritenrolle nur in der Anfangsphase gerecht und zog nach zehn Minuten beim 6:3 erstmals auf drei Treffer davon. Kielce spielte im Angriff äußerst variabel, während sich die Franzosen in der ersten Halbzeit fast ausschließlich auf die Künste von Hansen verließen. Nach dem 6:6 (15. Minute) gelang es keiner Mannschaft, sich bis zur Pause abzusetzen.
In der zweiten Hälfte ging Kielce erstmals in Führung. Paris hatte im Angriff Probleme und scheiterte immer wieder an Torhüter Slawomir Szmal. Da sich aber auch PSG-Schlussmann Thierry Omeyer steigerte, blieb die Partie spannend. Kielce sorgte in der Schlussphase mit drei Treffern in Serie für die Entscheidung. Nach der Übernahme durch katarische Investoren 2012 hat Paris immer noch nicht den ersehnten Titel in der Champions League gewonnen.