Handball-Rekord: Torfestival der Nordlichter - DER SPIEGEL
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Handball-Rekord Torfestival der Nordlichter

Über langweilige Fußballergebnisse wie 0:0 oder 1:1 können Handballfans ohnehin nur müde lächeln. Doch der Torrekord des THW Kiel war selbst für eingefleischte Handballer etwas Besonderes.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Minden - Der 47:25-Sieg des THW Kiel bei GWD Minden am Mittwochabend war der höchste Auswärtssieg in der Geschichte der Handball-Bundesliga. Vor 2600 lagen die Gäste aus Kiel schnell mit acht Toren vorn. Die Frage nach dem Sieger war also beantwortet, doch statt einen Gang zurück zu schalten, schien der Tabellendritte aus Kiel mit einem furiosen Sieg ein Zeichen an die Meisterschaftskonkurrenten aus Flensburg und Magdeburg senden zu wollen. So gingen die völlig überforderten Mindener, die sich in der Saison als Tabellenzwölfter bisher eigentlich recht achtbar geschlagen und die letzten drei Heimspiele gewonnen hatten, am Ende völlig unter.

Der höchste Auswärtssieg der Bundesliga-Geschichte und die meisten geworfenen Tore in einem Spiel waren am Ende der Lohn für eine überaus konzentrierte Leistung des "Turnvereins Hassee-Winterbeck 1904", der in Marcus Ahlm mit zehn Toren seinen erfolgreichsten Werfer hatte. Der Schwede Stefan Lövgren traf insgesamt acht Mal, drei Tore resultierten aus verwandelten Siebenmetern.

Während Tabellenführer SG Flensburg-Handewitt den Kielern beim 44:30-Erfolg gegen die SG Wallau Massenheim in nichts nachstand, patzte der Tabellenzweite Magdeburg beim Wilhelmshavener HV. Die im Abstiegskampf befindliche Heimmannschaft sorgte beim 28:25 gegen den Titelaspiranten für eine faustdicke Überraschung und krönte den erfolgreichen Spieltag für die Nordteams der Bundesliga.