Handball: THW Kiel und Serdarusic trennen sich - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Handball THW Kiel und Serdarusic trennen sich

Die Spekulationen gab es schon länger, jetzt ist es offiziell: Der THW Kiel und Trainer Zvonimir "Noka" Serdarusic gehen künftig getrennte Wege. Nun wird über einen Nachfolger spekuliert. Im Gespräch ist neben zwei Bundesliga-Trainern auch ein ehemaliger Weltklassespieler des THW.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Hamburg - Eine Erfolgsstory ist nach 15 Jahren beendet: Der THW Kiel und sein Trainer Zvonimir "Noka" Serdarusic haben sich mit sofortiger Wirkung getrennt. Damit verlässt der 57-Jährige die "Zebras" bereits ein Jahr vor Ende seines Vertrags, der noch bis zum Sommer 2009 lief.

Gründe für diesen Schritt gaben weder der Verein noch Serdarusic an. Allerdings galt das Verhältnis des Trainers zu Manager Uwe Schwenker seit längerer Zeit als sehr angespannt. In der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" sprach Schwenker von "Disharmonien", die die Arbeit von Trainer und Manager belastet hätten. Spekulationen um seinen Abschied hatte Serdarusic nach dem verlorenen Champions-League-Finale gegen Spaniens Meister Ciudad Real selbst ausgelöst, als er die kommende Spielzeit als seine letzte in Kiel bezeichnete. Schwenker sprach in diesem Zusammenhang von einem "unglücklichen Zeitpunkt", zu dem Serdarusic seine Gedanken offenbarte.

Wer den deutschen Rekordmeister in der kommenden Saison trainieren wird, steht noch nicht fest. "Wir hoffen, in Kürze einen Nachfolger präsentieren zu können", erklärte Schwenker. Im Gespräch sind der ehemalige THW-Spieler Staffan Olsson, Trainer des schwedischen Clubs Hammarby IF, Ola Lindgren, Coach der HSG Nordhorn, und Gummersbachs Trainer Alfred Gislason.

Beim THW geht mit dem Abschied von Serdarusic eine äußerst erfolgreiche Ära zu Ende. Er war seit 1993 Chefcoach in Kiel und holte in 15 Jahren elf Meisterschaften, fünf DHB-Pokalsiege, drei EHF-Pokalsiege, vier Supercup-Titel sowie den Champions-League-Titel 2007.

ham/sid/dpa

Mehr lesen über

Verwandte Artikel