Handball-WM Deutschland verpasst Halbfinale
Nabeul - Deutschlands Handballer verloren bei der WM in Tunesien gegen Spanien mit 28:32 (12:15). Vor 3000 Zuschauern in der "Halle des 7. Novembers" in Nabeul konnten auch der Hamburger Torsten Jansen (8/5), Oleg Velyky (Essen/5) und Holger Glandorf (Nordhorn/5) als beste deutsche Werfer die Niederlage nicht verhindern. Den Iberern, die ihre Chance auf den Sprung ins Semifinale wahrten, gelang damit die Revanche für das bittere Viertelfinal-Aus (0:2 nach Siebenmeterwerfen) bei der Olympischen Spielen in Athen.
Dank des anfangs überragenden Keepers Johannes Bitter (Magdeburg) hatte die DHB-Auswahl bis zur 17. Minute ständig in Führung. Nicht zuletzt, weil Rückraumspieler Velyky bei seinem ersten großen Turnier im deutschen Trikot stark aufspielte. Auf Grund einer Rückenverletzung konnte Velyky im weiteren Verlauf der Partie nicht mehr eingesetzt werden. Nach dem Seitenwechsel zeigte sich in den entscheidenden Phasen die fehlende Erfahrung des deutschen Teams. Zwar glich der Vizeweltmeister von 2003 trotz eines Vier-Tore-Rückstandes noch einmal aus (20:20/41.), verlor dann aber gleich wieder den Anschluss.
Morgen (16.15 Uhr) will das neu formierte Team von Heiner Brand im einer WM- und Olympia-Revanche gegen Titelverteidiger Kroatien mit dem vierten Sieg im siebten WM-Spiel zumindest die Chance auf Platz fünf wahren. Kapitän Florian Kehrmann (Lemgo) setzt auf die Außenseiterchance. "Wir wollen die Großen ärgern. Wenn jeder an seine Leistungsgrenze geht, haben wir eine Möglichkeit zum Sieg."
Spanien - Deutschland 32:28 (15:12)
Spanien: Garralda 10, Lozano 6, Rocas 6/2, Garcia 4/1, Romero 2, Rodriguez 2, Urios 2
Deutschland: Bitter (SC Magdeburg), Lichtlein (TV Großwallstadt) - von Behren (VfL Gummersbach/3), Roggisch (TuSEM Essen), Glandorf (HSG Nordhorn/5), Weber (SG Kronau/Östringen), Preiß (THW Kiel/1), Tiedtke
(SG Wallau-Massenheim), Hegemann (HSG Düsseldorf/2), Grafenhorst (SC Magdeburg), Zeitz (THW Kiel), Jansen (HSV Hamburg/8/5), Velyky (TuSEM Essen/5), Kehrmann (TBV Lemgo/4)
Schiedsrichter: Dolejs/Kohout (Tschechien)
Zuschauer: 3000
Strafminuten: 4 / 16