Heat - Knicks Nervenschwach an der Freiwurflinie
Miami - In einer für die Zuschauer in der American Airlines Arena von Miami alles anderen als schön anzuschauenden Play-off-Begegnung zwischen den Miami Heat und den New York Knicks entführten die Gäste aus New York vergangene Nacht einen 82:76-Sieg aus Florida und glichen die Halbfinalserie zum neuen Stand von 1:1 aus. Dabei folgten die Sieger einem denkbar einfachen Strickmuster, welches jedoch jeglichen Spielfluss unterband.
"Wer auch immer von Miami zum Korb zieht, man muss diesen Spieler foulen und sich die Punkte von der Freiwurflinie verdienen lassen", verriet Chris Childs, Aufbauspieler der Knicks, vor dem Spiel die Marschroute seines Teams. Diese simple Taktik erwies sich als höchst effektiv und sicherte New York den Sieg.
Die Lokalmatadoren aus Miami trafen lediglich 19 ihrer 33 Freiwurfversuche und spielten ihrem Gegner direkt in die Arme. Wie wackelig die Heat am gestrigen Abend von der Ein-Punkte-Linie waren, zeigte sich in aller Deutlichkeit, als sieben Geschosse in Folge nicht ihr anvisiertes Ziel erreichten.
Beide Mannschaften hatten eine ebenfalls fürchterliche Trefferquote aus dem Feld. Miami traf gerade einmal 34 Prozent seiner Würfe, New York machte es mit 35 Prozent nicht viel besser.
Bester Korbjäger des Spiels war Miami-Forward Jamal Mashburn mit 25 Punkten. Bei den Knicks punkteten gleich sechs Akteure zweistellig, wobei Patrick Ewing und Charlie Ward mit je 13 Zählern am erfolgreichsten waren.
Für Spiel drei am Freitag in New York kann man nur auf Besserung hoffen. Vielleicht kehrt dann eine wenig mehr Ästhetik ein, und ungeschickt verlegte Dunkings und peinliche Wurfversuche, die lediglich die Brettkante treffen, werden von krachenden "Jams" - andere Bezeichnung für einen Dunking - und butterweichen Drei-Punkte-Würfen ersetzt. Die Fans würden es begrüßen.