Herren-Abfahrt: Strobl siegt vor Kjus - DER SPIEGEL
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Herren-Abfahrt Strobl siegt vor Kjus

Der Österreicher Fritz Strobl hat den olympischen Abfahrtslauf der alpinen Skifahrer gewonnen.
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Snowbasin - Der 29-jährige Kärntner Strobl siegte auf der "Grizzly"-Piste in Snowbasin mit einer Zeit von 1:39,13 Minuten vor dem Norweger Lasse Kjus (1:39,35) und dem besten Skifahrer dieses Winters, dem Österreicher Stephan Eberharter (1:39,41). Damit durfte die Ski-Nation Österreich zum ersten Mal seit dem Erfolg von Patrick Ortlieb vor zehn Jahren in Albertville wieder Abfahrts-Gold bei den Herren feiern.

Lächelnd stand der stille Bauernsohn Strobl im Ziel und genoss die Ovationen der 22.000 Zuschauer. "Einfach sensationell, das ist ein wunderschöner Tag, an dem alles gepasst hat", sagte Strobl, der zuvor noch nie in seiner Karriere bei einem Großereignis unter die ersten Drei gefahren war. "Ich hatte schon heute morgen ein super Gefühl, dass ich es packen kann." Strobls Verbandspräsident Peter Schröcksnadel war völlig außer sich. "Ein Super-Sonntag für Österreich", fohlockte der Funktionär, "es kann nichts Schöneres geben. Wenn man die Abfahrt gewinnt, hat man alles gewonnen."

Eberharter nicht enttäuscht

Mit der Startnummer zehn ging Strobl ins Rennen, legte auf der eisigen und kurvenreichen Strecke vom Mount Allen herab eine perfekte Fahrt hin und verdrängte den vor ihm gestarteten Eberharter von der Spitze. In 1:39,13 Minuten siegte Strobl mit 0,22 Sekunden Vorsprung vor Kjus (1:39,35), der schon 1998 in Nagano Silber gewonnen hatte. Eberharter (1:39,41), mit insgesamt neun Weltcup-Siegen der überragende Skifahrer der Saison, war ob seines dritten Platzes dennoch nicht enttäuscht: "Das war ein guter Start für mich. Ich habe ja noch zwei Chancen." Eberharter wird in Salt Lake noch im Super-G und Riesenslalom starten.

Erwartungsgemäß spielte der einzige deutsche Starter, Max Rauffer aus Leitzachtal, keine Rolle. Der 29-Jährige, der sich erst in letzter Sekunde für Olympia qualifiziert hatte, kam mit der 2860 Meter langen Piste wie schon im Training nicht zurecht und landete am Ende mit 3,39 Sekunden Rückstand auf Platz 34. Rauffer hat noch eine Chance im Super-G.