Hintergrund Burn-Out-Syndrom weit verbreitet
Hamburg - Das Syndrom kann mit chronischer Müdigkeit und Energiemangel beginnen. Oft folgen Überdruss an der Arbeit und reduziertes Engagement. Es kann zu Leistungsabfall, Konzentrationsstörungen und häufigen Flüchtigkeitsfehlern kommen. Der Arbeitende macht Dienst nach Vorschrift, wird star und unflexibel. Schließlich zieht er sich emotional, sozial und geistig zurück.
Als Reaktion auf die psychischen Störungen können erhöhte Infektanfälligkeit, Kreislauferkrankungen oder Magen-Darm-Beschwerden auftreten. Es kann sogar zu Selbstmordgedanken kommen. Symptome sind auch Aggressivität oder Alkoholsucht. Bei Menschen mit Burn-Out-Syndrom treten im Endstadium häufig Depressionen auf.
Das Burn-Out-Syndrom selbst ist oft schwer von einer Depression zu unterscheiden. Es entwickelt sich normalerweise jedoch über längere Zeit hinweg in charakteristischen Phasen. Eine Depression dagegen kann vielerlei Ursachen haben. Sie äußert sich oft durch übersteigerte Traurigkeit, innerer Leere, Verzweiflung und sehr negativer pessimistischer Grundhaltung.
Zur Vorbeugung gegen das Ausgebranntsein dienen: Das Privatleben pflegen, Konfliktstrategien erlernen und sich gegen Überforderung wehren. Oft kann es helfen, Kompromisse einzugehen. Besonders häufig ist das Burn-Out-Syndrom in sozialen Berufen, etwa bei Ärzten, Krankenschwestern oder Lehrern.